Wirtschaft unter Druck – kann die Politik das noch lösen?

Shownotes

Sachsen-Anhalts Wirtschaft im Krisenmodus – und die Politik im Wahljahr mitten drin:

Steigende Energiepreise, fehlende Fachkräfte, Bürokratie – Sachsen-Anhalts Unternehmen schlagen Alarm. Doch wie ernst ist die Lage wirklich? Und was kann Landespolitik überhaupt noch ausrichten?

In dieser Folge sprechen Host Max Hunger und MZ-Wirtschaftsredakteur Steffen Höhne über konkrete Krisenfälle und darüber, warum der Staat oft nur noch als „Feuerwehr“ agiert.

Sie analysieren, warum die Wirtschaft nicht in Schwung kommt, wo die größten strukturellen Probleme liegen und wieso neue Unternehmen kaum nachwachsen.

Außerdem wird es politisch: Welche Lösungen bieten die Parteien im Wahlkampf? Wie realistisch sind ihre Versprechen – und wie groß ist der Einfluss von Themen wie Migration wirklich auf die Wirtschaft?

Eine Folge über harte Zahlen, unbequeme Wahrheiten und die entscheidende Frage: Wer kann Sachsen-Anhalts Wirtschaft überhaupt noch auf Kurs bringen?

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👥Das Team hinter dem Podcast:

  • Host: Max Hunger, Lena Bellon, Elisa Schulz, Jan Schumann
  • Redaktion: Frank Rugullis
  • Mitarbeit: Frank Krause, Til Gerloff
  • Grafik: Tobias Büttner

Transkript anzeigen

00:00:00: Wenn ich mir Ihre Personen hier vorstelle, dann wäre das eigentlich ein Grund für mich, da rührt nachzudenken, ob ich in diesem Land weiter meine Heimat sehe.

00:00:07: Ja wir erleben jetzt im März, im Jahr-Zweißen-Sechsundzwanzig Geschichte und den wenigen Jahren wird man auf diese Zeit zurückblicken und das genau

00:00:13: so einordnen.

00:00:14: Wenn wir, meine Damen und Herren, den Kampf um unsere Demokratie gewinnen

00:00:17: wollen,

00:00:17: dann müssen wir die Herzen

00:00:19: wieder zurückgewinnen!

00:00:20: Wir werden unsere Kultur nicht Nationalisten oder identitären Ideologen überlassen.

00:00:31: Hallo und herzlich willkommen zur zehnten Folge von «Zwei Komma Eins Millionen».

00:00:36: Mein Name ist Max Hunger, Reporter bei der Mitteldeutschen Zeitung hier in Halle.

00:00:40: Und zehn Folgen – damit sind wir mittendrin im Podcast-Business aber auch noch ein relativ junges Format.

00:00:46: Deswegen möchte ich an dieser Stelle mal ein großes Dankeschön an euch da draußen loswerden.

00:00:50: Vorher Interesse das Feedback und die Resonanz, die wir schon bekommen haben.

00:00:54: Das motiviert uns total und mich persönlich auch mit euch zusammen weiter die wichtigsten Themen für das Wahljahr in Sachsen-Anhalt, den Blick zu nehmen.

00:01:02: Und das machen wir heute in dieser Folge mit dem aus meiner persönlichen Sicht eigentlich wichtigsten Thema für die Zukunft Sachsenanhalts – und zwar der Wirtschaft!

00:01:11: Ich denke vor allem ist klar gute Arbeitsplätze und ein ausreichender Zahl und eine blühende Unternehmenslandschaft sind total entscheidend dafür für dieses Land in der Zukunft.

00:01:22: Die Parteien, die im September zur Wahl stehen bieten für die Herausforderungen und auch die Krise in der Teil der Wirtschaft.

00:01:29: auf jeden Fall stecken verschiedene Lösungen und Perspektiven an.

00:01:33: Und darüber wollen wir heute sprechen.

00:01:34: Darüber möchte ich sprechen mit jemanden, der sich so gut wie kaum jemand hier im Land mit der Wirtschaft

00:01:40: auskennt.".

00:01:41: Er ist schon seit vielen Jahren Wirtschaftsredakteur bei der Mitteldeutschen Zeitung hier in Halle, hat seinen eigenen Newsletter.

00:01:47: Ein Wirtschaftsnewsletter heißt Mehrwert, findet ihr auf mz.de und selbst auch studierter Volkswirt.

00:01:53: Und er hat vor allem einen guten Draht zu Unternehmen, zu Firmenchefs aber auch zur Mitarbeiterin im Land.

00:02:00: ganz herzlich willkommen mein Kollege Steffen Höhne.

00:02:02: Hallo Steffen

00:02:03: Ja hallo Max

00:02:04: Freut mich total dass du heute da bist.

00:02:07: wir wollen uns die Lage der Wirtschaft angucken Und also ich recherchere ja auch manchmal zu Wirtschaftsthemen und wenn ich mit Unternehmen spreche, ich höre eigentlich immer die gleichen Sachen.

00:02:17: Energie ist zu teuer das Fachpersonal fehlt und die Bürokratie lämnt die Unternehmen.

00:02:23: wir wollen uns das mal angucken was das genau bedeutet und was es für Folgen hat.

00:02:27: an einem Beispiel über dass wir hier auch schon gesprochen haben im Podcast unsere Hörerinnen und Hörern werden sich erinnern und zwar lass uns mal zu Beginn sprechen über Bohai dem großen Automobilzulieferer, der in der Aluminium-Gießerei in Hartgerode betreibt und dort mit den Betrieben die mit dranhängen stehen da gerade über ein tausend Jobs auf der Kippe.

00:02:47: Dem Unternehmendrot, die Schließung ist das... Was kann man an diesem Beispiel sehen?

00:02:52: Ist es eine Dauerkrise in der Sachsenanhaltswirtschaft steckt?

00:02:56: Na ja also was man bei Boheil sehr gut sieht ist erstmal die Krise der Automobilbranche.

00:03:02: Was sind da so die Themen?

00:03:04: Das sind einmal was du schon angesprochen hast, die Energiekosten dann Konkurrenz zu China und der dritte wesentliche Punktverbrenner aus und genau das alle drei Faktoren spielen bei Bohoi da rein.

00:03:16: Die Gießerei da braucht man relativ viel Energie.

00:03:20: Die leiden unter hohen Energiekosten.

00:03:21: Corona-Krise Ukraine Krieg hat dafür geführt dass sie abruf Zahlen zurück gegen bei denen, also man muss sich vorstellen.

00:03:29: VW-Konzern ist der größte Abnehmer von den.

00:03:32: Achtzig Prozent das ist aber nicht nur VW selbst sondern es ist Audi, das ist Skoda und das ist Porsche so die haben reduziert.

00:03:39: deswegen haben sie da weniger Absatz, weniger Umsatz stellen vor einigen teilen her für verbrenner was natürlich dann auch dazu führt dass das perspektivisch nicht besser wird.

00:03:51: deswegen sind sie ins event gegangen haben sich restrukturiert saniert zusammen mit vw sah eigentlich gar nicht schlecht aus.

00:03:56: neuer investorstand bereit und ja kurz vor der zeichnung der verträge so wird es kolportiert.

00:04:01: ganz genau weiß man's nicht sagt vor wir auf einmal nee wir haben uns doch anders überlegt sondern das hat natürlich denn zum riesen aufschrei im land geführt.

00:04:08: die politik hat sich eingeschaltet Und jetzt hat man halt noch mal eine Frist bekommen bis Ende des Jahres, um nochmal Konzepte nachzubessern.

00:04:15: Um dann vielleicht doch wieder mit VW ins Geschäft zu

00:04:18: kommen.".

00:04:18: Das hast du da beschreibst?

00:04:20: Die Konkurrenz zu China und die hohen Energiepreise sind ja Sachen, die nicht auf Landesebene entschieden werden.

00:04:25: Jetzt hast du auch gerade gesagt, die Landespolitik ist aber eingeschaltet.

00:04:28: Hat versucht dazu vermitteln... Was zeigt uns das?

00:04:31: Welche Rolle kann die Landespolitik bei so wirtschaftlichen Krisen spielen?

00:04:35: Also in dem Fall oder was sie insgesamt spielen kann, wird ich jetzt mal umschreiben mit Feuerwehr.

00:04:41: Sie kann punktuell irgendwo eingreifen und kann probieren Probleme vielleicht nicht komplett zu lösen aber Zeit zu gewinnen.

00:04:49: Und das hat natürlich Ministerpräsident Schröze gemacht der hatte Krisengespräch mit VW, mit dem Einkaufsvorstand.

00:04:56: ist es auch nicht ganz selbstverständlich dass man an solche Leute rankommt.

00:05:00: Dann hat man halt eine Verlängerung der Frist erst einmal erreicht ... in der Automobilübung schon recht ungewöhnlich ist.

00:05:07: Wenn VW den Daumen senkt, dann ist er meistens auch gesenkt und das hat man jetzt zumindest erst mal abgewendet... Was da dann passiert noch im nächsten halben Jahr wird man halt sehen?

00:05:17: Jetzt was du hast gesagt zu Entschuldigung hat sich da persönlich offensichtlich engagiert.

00:05:20: Du stellst ihm da ein ganz gutes Zeugnis aus klingt so?

00:05:24: Hat ja zumindest jetzt erstmal so erreicht.

00:05:27: Würdest du glauben dass ein... AfD-Ministerpräsident, AfD stärkste Kraft in den Umfragen momentan mit Abstand.

00:05:33: Hättet ihr das auch so moderieren können und sich da so einsetzen können wie Schulze das gemacht hat?

00:05:38: Na ja also die Schulze halt halt dem Vorteil, die CDU ist halt... Ja, seit Jahrzehnten stellt sie den Ministerpräsidenten.

00:05:45: Von der Stunde von vierundneinzig bis zu zweidußendzwei da hat man SPD-Ministerpräsidentinnen.

00:05:51: Da haben Sie natürlich einen Vorteil.

00:05:52: Sie haben ein Netzwerk.

00:05:53: ja in dieser Zeit rüft man natürlich auch wahnsinnig viele Telefonnummer an die Bundesregierung ist CDU geführt.

00:05:59: Da hat man natürlich viele Kanäle wo man an VW rankommt.

00:06:02: ob Ulrich Sigmund das hätte das erst mal nicht.

00:06:06: Das kann man ihm aber auch einfach nicht vorwerfen weil sie einfach noch nicht eine Regierungsverantwortung sind.

00:06:09: Man kann sich Beratungsunternehmen dazu einkaufen, die genau darauf spezialisiert sind, einem dieser Telefonnummern und Kontakte zu verschaffen.

00:06:16: Da ist dann eher die Frage hat man die Kompetenz dazu so was zu lösen?

00:06:20: Und da werden wir vielleicht im Laufe des Podcasts noch drauf zu sprechen kommen ob da die kompetenz da ist oder nicht.

00:06:25: Absolut das machen wir.

00:06:27: vorher möchte ich noch über ein anderes Beispiel sprechen von dem wirtschaftlichen Brandherd wenn man so nennen will auf jeden Fall einen ja eine Krisensymptom und zwar die Domo-Rettung.

00:06:40: verschiedene Firmen am Ende.

00:06:42: Aber Teil des Chemie-Dreiecks in Leuna, großer Chemieproduzent von Stoffen mit ungefähr fünfhundert Jobs hat im vergangenen Jahr auch Insolvenz angemeldet und da hat das Land auch eingegriffen.

00:06:55: Erklären wir bitte mal, was da passiert?

00:06:57: Und was können wir daraus lernen?

00:06:59: Ja also das ist auch so.

00:07:00: dieses typische Beispiel, was ich eben schon erwähnt hatte Feuerwehr Die Domo hat den Belgischen Anteil ereignert der war ... oder hauptaktionär, der war in Verhandlung mit Banken.

00:07:09: Das ist kurz vor Weihnachten... ...kann man sich gescheitert?

00:07:12: Dann haben sie das in unserem Unternehmen zu Weihnachten ins Inselvenz geschickt und dann kam der Insolvenzer weiter dahin.

00:07:18: Und es war kein Geld in der Kasse.

00:07:19: und diese Schmieranlagen, die sind... ...hätte eigentlich abschalten müssen, das ging aber nicht weil... Was

00:07:23: produzieren die da für Leute das nicht wissen?

00:07:25: Die

00:07:25: so Kunststoffe, vor allem Kunststoffprodukte, die dann eine Automobilindustrie in die Bau gehen.

00:07:30: Aber dazu der Produktion braucht man zum Beispiel Säuren.

00:07:32: ja und das ist schon ein sehr gefährliches... ... es geschöpft, also in dem Sinne was da technisch betrieben wird.

00:07:39: Da ist erforderlich vieler Anforderung und der Unser Wenzweiter kam dahin.

00:07:43: Es war kein geltender Kassel, er wusste nicht wie er die Anlagen weiter betreiben konnte.

00:07:46: Und das stand wirklich eine Zeit lang im Raum... Was machen wir denn jetzt?

00:07:50: Explodieren uns jetzt die Kessel!

00:07:51: Das

00:07:51: heißt die kann man nicht einfach stehen lassen und sagen wir gucken mal sondern da tropft dann die Säure raus.

00:07:56: Genau, genau als Automobilband.

00:07:58: ja, das kannst du anhalten, dann ruht die Fabrik, dann ist halt so.

00:08:01: Das kann man mit Chemieanlagen so einfach nicht machen.

00:08:03: Also zumindest mit dieser Art von Chemie-Anlagen nicht.

00:08:05: Und dann musste das Land da auch handeln, weil es sonst auch niemand gab.

00:08:10: Die haben dann das Geschäft erst mal weitergeführt und hat dem Inservenzarbeiter einen Luftgeschafft um ein Investor zu finden.

00:08:18: Somit ist es gelungen diesen Betrieb zu erhalten oder war ein ziemlich teures Unterfangen.

00:08:23: Was hat das gekostet?

00:08:24: Das

00:08:24: hat Achtzig Millionen gekosted also pro Arbeitsplatz Hundertsechzigtausend.

00:08:28: Also das kann man auch nicht so oft machen.

00:08:30: In dem Fall können wir sagen vielleicht gerechtfertigt, weil man hätte so ein Soggeld reinstecken müssen um dieses Abfahren sicher zu gestalten und es droht auch so ein bisschen so einen Domino-Effekt ja?

00:08:41: Weil die Domo ist ein wichtiger Player da und wenn der gefallen wäre dann wären Zulieferer betroffen gewesen.

00:08:47: andere Unternehmen hätten vielleicht gesagt oh mein Gott jetzt da so eine Investitionsrohine in Leuna lohnt sich es noch zu investieren oder bleiben wir auch da oder ziehen wir uns zurück?

00:08:55: Und das hat man jetzt erst mal verhindert und im Moment ist da ein bisschen Ruhe.

00:08:59: Das war, im Rückblick gesehen dann erfolgreich.

00:09:03: Klingt so ein bisschen zu einfach finde ich.

00:09:06: Start kommt, spritzt Geld rein, Unternehmen gerettet... Worauf wir uns einstellen können, soll die Landespolitik da halt einspringen wenn Unternehmen der Krise ist?

00:09:15: oder war das eine einmalige Aktion?

00:09:17: Naja.

00:09:18: Das kommt immer von Fall zu Fall an.

00:09:19: aber natürlich kann man sowas nicht endlos weiter betreiben.

00:09:21: ja weil da sind einfach die Mittel auch begrenzt.

00:09:24: und auch die Akzeptanz in der Bevölkerung dass es sehr alle Steuergeld wäre da glaube ich nicht gegeben.

00:09:29: man kann dann nicht jede jedes Unternehmen retten mit staatlichem Geld.

00:09:33: Okay danke Steffen.

00:09:35: bevor wir jetzt weiter ... uns verschiedene Aspekte vorknüpfen wollen, müssen wir glaube ich einmal ein bisschen den Gesamtüberblick über Sachsen-Anhaltswirtschaft bekommen.

00:09:44: Ich beschäftige mich logischerweise auch viel damit, ich weiß dass wir eine starke Chemieindustrie haben.

00:09:48: aber beschreib mal bitte kurz ... ... oder charakterisiere Mal unsere wirtschaftliche Landschaft.

00:09:53: was für Branchen haben wir hier diesen Stark?

00:09:56: Wo gibt es vielleicht nicht so viele Unternehmen wie... Was haben wir von Profil?

00:10:00: also

00:10:01: Wir haben einen Profil, wenn man das mal von einer Gesamtwirtschaft sieht.

00:10:04: Die Industrie steht ja meistens im Fokus.

00:10:06: Die industrie macht bei uns insgesamt zwanzig Prozent der Wirtschaftsleistung aus.

00:10:10: Von diesen zwanziger Prozent gibt es drei große Play-out.

00:10:13: Das ist die Chemie mit zwanzichtausend Arbeitsplätzen und die Automobilwirtschaft mit Roundabout vielleicht auch zwanzichtausend.

00:10:22: Ernährungswirtschafts ist Schokoladenfabrik?

00:10:25: Genau!

00:10:25: Schokoladenfabrik genau solche Unternehmen, Brotfabriken Bäcker, die sind recht groß auch im industriellen Maß.

00:10:34: Wir haben mehrere große Großbäckereien und drei Stück in Sachsen-Anhalt.

00:10:39: Die anderen achtzig Prozent das sind dann Unternehmen viel aus dem Handwerk, viel aus den Dienstleistungsbereich ist aber sehr kleinteilig.

00:10:47: Meistens Unternehmen mit unter fünfzig Beschäftigten.

00:10:50: So der Heizungsbauer und genau was wir so kennen.

00:10:54: okay Gibt's irgendwo was, wo wir nicht viele Unternehmen haben und typischerweise wenig im Vergleich zur Bundeswirtschaft oder so?

00:11:02: Startups haben wir relativ wenige.

00:11:04: Als junge Technologieunternehmen sind, da sind wir auch unterrepräsentiert.

00:11:10: Wenn man sich jetzt die Daten der Wirtschaft ansieht ... So mag

00:11:14: es vielleicht dann noch ein, was vielleicht auch noch charakteristisches, was ganz wichtig ist uns fehlen die ganz großen Player.

00:11:21: Wir haben zwar große Industrie-Unternehmen, die produzieren Wir haben aber keine Konzernzentralen.

00:11:28: Kaum DAX-Unternehmen zum Beispiel?

00:11:32: In Sachsen-Anhalt in Ostdeutschland sitzen ja in Berlin, aber sonst auch nicht.

00:11:39: Wenn man sich jetzt die wirtschaftlichen Daten ansieht ... Konjunkturprognose z.B.

00:11:43: von der IHK sieht nicht so fluffig aus.

00:11:47: Die Wirtschaft wächst kaum oder gar nicht schon seit ein paar Jahren.

00:11:52: Warum?

00:11:53: Ist das so, kommt die nicht in Schwung die Wirtschaft und wenn ja warum.

00:11:57: Das ist natürlich schwer so global zu beantworten.

00:11:59: also was denke ich wesentlich ist es wir haben steigende Kosten.

00:12:03: Wir haben steige Kosten bei Personal, bei Energie, beim Material auch steigenden Kosten durch Bürokratie Und auf der anderen Seite steigen die Umsätze aber nicht im selben Maße.

00:12:13: Ja und das ist natürlich ein Grundproblem wenn meine Kosten zu sehr steigen und meine Umsätze nicht dann hat jedes Unternehmen auch jede Wirtschaft grundsätzlich ein Problem und das haben wir jetzt.

00:12:22: Und woran liegt das?

00:12:23: Warte ganz kurz noch, vielleicht nochmal ein bisschen auszudifferenzieren aber in den einzelnen Brunchen ist es dann wieder ein bisschen unterschiedlich.

00:12:30: also die Automobilindustrie da ist da das große Problem von Brenner aus und Energiekosten, Chemie sind eher die Energiekosten.

00:12:38: In der Gastronomie zum Beispiel wird ich sagen es ist eher die schlechte Nachfrage, die schlechter Binnennachfrage.

00:12:43: die DNW tut ja deswegen kann man Patentrezepte sagen, wir müssen jetzt das und das machen.

00:12:50: Wenn man das macht, geht es vielleicht einigen wieder besser, aber andere haben davon auch weniger.

00:12:54: Gibt es denn was?

00:12:55: Du stehst ja im engen Kontakt mit Unternehmen, recherchierst regelmäßig.

00:12:59: Wenn du Knackpunkte ausmachen müsstest, gibt's irgendwas, was allen helfen würde, wo die Landespolitik zuerst angreifen müsste?

00:13:04: Was deren größtes Problem ist?

00:13:05: oder kann man das gar nicht fassen, weil wirklich die einzelnen Branchen ihre eigenen sehr abgekapselten Probleme haben?

00:13:13: Da hat man auch ... Wieder die Landespolitik, also Energiepreise zum Beispiel ist so ein Thema.

00:13:19: Aber da hat natürlich die Landespolitik wenig Einfluss drauf.

00:13:22: Ja?

00:13:22: So dann Bürokratie lange Genehmigungsverfahren – da kann die Landesregierung schon was machen!

00:13:29: Also ich erinnere mal an das Beispiel Intel.

00:13:31: Da hat man ja innerhalb von zwei Jahren Baurecht geschaffen und das wäre eigentlich wer es funktioniert hätte.

00:13:37: Intel wäre nicht abgesprungen, wär das eigentlich deutschlandweit das Beispiel gewesen die man ganz schnell große Unternehmen ansiedeln kann, was dann auf den letzten Metern gescheitert ist.

00:13:46: Aber da hat man das schon gezeigt, dass wenn man sich anstrengt und sagt mal vereinfachte Bürokratie macht – es war ja keine Prokaktieabbau, man hat einfach alle Prozesse nur schnell durchgeführt.

00:13:55: Da kann man schon eine ganze Menge machen!

00:13:57: Muss mir vielleicht zur Einordnung kurz erklären?

00:13:59: Die meisten werden's wissen.

00:14:00: aber Intel der große Technologiekonzern aus den USA hatte mal geplant nahe Magdeburg einen Erl.

00:14:07: Industrie, Forschungspark.

00:14:09: Dreißig Milliarden wurden sie?

00:14:10: Dreißzig Milliarden in riesige ... ja so eine Art Technologiepark zu schaffen mit Produktion und Forschungs- wurden in der Uni eigene Studiengänge geplant und ist dann tatsächlich aus verschiedenen Gründen abgesprungen.

00:14:23: Da wurde schon der Acker abgebaggert.

00:14:25: Und dann stand jetzt kommt dieses Unternehmen auch nicht mehr nach Sachsen-Anhalt.

00:14:30: große Tragödie eigentlich Aber man hat daran gut gesehen, dass es schnell und effizient gehen kann, wenn wirklich Wille da ist.

00:14:37: Absolut!

00:14:38: Ist denn, wenn du mit Unternehmern sprichst oder so?

00:14:42: Wenn die auf die Landtagswahl blicken und auf die verschiedenen Parteien geben sie dann eine Wahlempfehlung ab?

00:14:48: Oder sagen die in der Partei müsste das machen damit's uns gut geht?

00:14:53: Nein, kann man nicht sagen.

00:14:54: also was man vielleicht generell sagen kann ist natürlich Unternehmer ... die sind eher freiheitsliebend, Risikoaffin.

00:15:02: Deswegen würde ich jetzt grundsätzlich sagen... ... Unternehmer tendieren nicht prinzipiell zur AfD.

00:15:09: Das könnte man nicht sagen.

00:15:10: was man sieht ist vielleicht das natürlich Unternehmen im Handwerk,... ...die er auf den regionalen Markt ziehen.

00:15:15: Vielleicht eher ein bisschen mehr national denken als dass... Industrieunternehmen tun, die weltweit ihre Produkte verkaufen.

00:15:22: Was man aber schon sieht ist das natürlich durch diese Probleme, die du jetzt auch immer aufgezählt hast, natürlich generell so eine Unzufriedenheit herrscht und da auch einige gibt Jahr und Tag CDU und SPD gewählt haben.

00:15:35: Und die jetzt sagen, mein Gott sie kriegen es irgendwie nicht hin ja der Knoten wird nicht durchschlagen und vielleicht brauchen wir mal eine AfD die die Axt ansetzt und dann einfach mal das durchtreten.

00:15:43: solche Stimmung gibt es schon ohne dass man das so groß parteipolitisch verordnen müsste ist eher so.

00:15:48: ne Ja es muss doch endlich mal was passieren.

00:15:51: Also auch so eine Art Wechselstimmung wie Sie eigentlich im ganzen Land ... in den Teilen des Landes spüren gibt es

00:15:57: auch.

00:15:57: Ja, ich weiß gar nicht ob das eine Wechselstimmung ist.

00:15:59: Es ist eher eine Unzufriedenheit.

00:16:01: und da natürlich ja mal SPD-und CDU in den letzten Jahren immer regiert haben.

00:16:07: Wo soll die hinfließen?

00:16:08: Da ist natürlich die AfD... Diejenige Partei.

00:16:11: der Moment, dass im Prinzip auffängt aber wenn sie dich nicht werden, wären Sie ne andere Partei.

00:16:16: Kann ja auch sein, dass sie sich, weiß ich nicht, ne grün geführte Landesregierung wünschen oder so.

00:16:20: Eher nicht!

00:16:21: Okay.

00:16:25: Jetzt sind wir schon mitten in der Politik.

00:16:27: Wir haben da jetzt angeknüpft und ich möchte kurz bleiben, wir haben die großen Probleme benannt.

00:16:32: Energie, Fachkräfte, Bürokratie ... Welchen Handlungsspielraum hat denn so eine Landespolitik mit Blick auf die Wahl- und die Zukunft eigentlich?

00:16:40: Weil viele von den Themen werden ja entweder auf Weltmärkten entschieden oder auf Bundesebene.

00:16:46: Welche Hebel kann die da im Bündnis setzen?

00:16:48: Das ist, sprich, ein vollkommen richtiges Problem an, wenn man das mal sieht... womit jetzt?

00:16:54: Parteien werben mehr, dann sieht man das bei den Linken und SPD.

00:16:58: da steht weiter Mindestlohn und gute Löhne.

00:17:02: Das ist aber nichts was in Sachsen-Einheit bestimmt wird.

00:17:04: Die können natürlich von Sachsen Anhalt auf die Bundespolitik da einwirken.

00:17:10: CDU, FDP würde ich sagen haben so diesen Ansatzansiedlung, Weiterentwicklung, Technologie – das ist schon etwas wo man sagen kann ja da kann Land Einfluss nehmen.

00:17:23: Wir haben hier eine Ansiedlungsagentur, die im Moment ... nicht so viele Erfolge feiert, ja?

00:17:29: Die aber den Vorjahren, also sagen wir mal vorzweizwahlen, das war im Jahr twohundneinzehn, also vor der Pandemie da schon etliche Unternehmen an Land gezogen hat, die dann auch hier investiert haben.

00:17:38: Also in dem Sinne kann man da schon relativ viel

00:17:40: machen.".

00:17:41: Da würde ich gerne kurz reingehen was... ... für einen Standort haben.

00:17:45: Denn wie ist der Attraktiv, Sachsen-Anhalt attraktiv... ... für neue Unternehmen?

00:17:49: Wenn ja, für welche oder nicht und warum nicht?

00:17:51: Na, Sachseneinheit ist... ... attraktif als Produktion statt dort.

00:17:55: was wir halt viel haben, ist Fläche.

00:17:57: Wir haben günstige Flächen,... ... wir hatten in der Vergangenheit auch immer ausreichend Personal.

00:18:03: Bei Magdeburg wäre etwas frei!

00:18:04: Genau.

00:18:05: So Personal ist aber so eine Sache,... ... das dreht sich gerade.

00:18:10: Also Fachkräftemangel gibt's auch differenziert, aber mit dem Problem kämpft man auch älter werdende Bevölkerung.

00:18:18: Was ist für Unternehmen noch wichtig?

00:18:19: Lass mich mal nachdenken.

00:18:21: Ja staatliche Begleitungbürokratie wie schnell krieg ich das hin?

00:18:24: da würde ich sagen könnte Sachsen-Anhalt punkten weil es sind eher kleine Strukturen.

00:18:28: Übersichtlichkeit Da könnte man als Land gegenüber Bayern die vielleicht auch Investoren nicht so nötig haben und wo den nicht der rote Teppich ausgeräut wird könnte man hier punkten.

00:18:39: Jetzt haben Unternehmen natürlich auch mal Eigeninteressen, wo Geld für die logischerweise richten.

00:18:44: Die auch Forderungen an die Politik, wo du sagst, das Landespolitik könnte euch sparen?

00:18:48: Das ist total unrealistisch.

00:18:51: Hab ich jetzt noch nie beobachtet nicht.

00:18:53: Dann ist es so dass die Unternehmer ihr trotzdem auf die Wahl blicken.

00:18:57: was schon gesagt die wenigsten sagen jetzt geben Wahlempfehlungen ab.

00:19:01: aber zum Beispiel die Industrie und Handelskammer hat ja schon Mal vor einem bestimmten Teil der AfD Politik gewarnt, nämlich vor der Migrationspolitik mit Blick auf ausländische Fachkräfte, die sie offensichtlich zielen.

00:19:16: Was ist denn so?

00:19:17: die lauterste Forderung mit Blick Auf die Landtagswahl?

00:19:20: Die Wirtschaft stellt an die Politik?

00:19:22: Na ja, weil du das gerade das Thema angeschnitten hast.

00:19:25: IHK und Fachkräften stimmt Da muss man schauen, wie dieses Thema gespielt wird.

00:19:32: Also die CDU schlägt ja auch in diese Kerbe.

00:19:35: wenn die AfD dran kommt dann haben wir ein Riesenfachkräfteproblem.

00:19:38: so das trifft erstmal größere Unternehmen aus der Industrie die jetzt auf Softwareentwickler angewiesen sind die Spezialkräfte irgendwie aus dem Ausland brauchen.

00:19:50: Die könnten vielleicht sagen gehe ich noch zur Sachsen-Anhalt oder nicht.

00:19:53: Wenn man sich das insgesamt anschaut, dann ist es halt so dass natürlich Ausländer in Sachseneinheit eher Helferjobs machen.

00:20:02: Also ich nehme mal die Polen und die Rumänen raus also eigentlich alle Leute aus den EU starten weil sie arbeiten hier und da würde sich auch unter der AfD wahrscheinlich nicht so viel ändern.

00:20:12: Es geht ja eher um die, die aus Drittstaaten kommen Und da gibt es Bereiche, wo es schwierig werden könnte.

00:20:18: Zum Beispiel Pflegeärzte sind schon relativ viel aus Kürzstein und aus Jürgen.

00:20:22: Die würden das schon sehr spüren.

00:20:24: in anderen Bereichen ist es eher überschaubar weil die Beschäftigungskoden von Ausländern an Sachsen-Alten bei Weiten nicht so hoch sind wie sie jetzt im Baden-Wortenberg oder Bayern sind ... was ich vielleicht als ganz großes Problem sehe, ... ... um wovor vielleicht auch die Wirtschaft Angst hat ist, dass ... ... Sachsen halt so ein Paria-Staat wird.

00:20:42: Ja?

00:20:42: Dass im Prinzip alle in Deutschland sagen herguckt man hier AfD-Land mit denen wollen wir nichts mehr zu tun haben.

00:20:47: und es ist ganz interessant wenn man jetzt mal zum Beispiel auf Sportveranstaltungen ist.

00:20:51: Wenn man mit Frauen bundesliga Mannschaften in Westen reißt dann hört man ganz oft, ah na ihr seid ja AfD Land oder Dunkeldeutschland.

00:21:00: Und das könnt aber auch dann ... in der Wirtschaft passieren.

00:21:03: Ja, das Unternehmer aus Baden-Württemberg sagen die ja mit denen wollen wir nichts mehr zu tun haben.

00:21:07: Aus ideologischen oder aus politischem Gründen?

00:21:09: Oder weil sie glauben dass es hier dann kein attraktiver Standort mehr ist?

00:21:13: Weil Sie zum Beispiel...

00:21:14: Nein ich weiß nicht glauben das ein attraktives Standort sondern weil so was sich so politisch, ideologisch so hoch spielt.

00:21:21: Das muss nicht so kommen.

00:21:22: man kann natürlich auch Gegenbeispiel nehmen.

00:21:25: Das Gegenbeispiel wird ich jetzt mal sagen, z.B.

00:21:27: so eine Dau aus den USA, die müssen mit Trump zu Recht kommen.

00:21:30: Die hätten jetzt wahrscheinlich auch keine Schwierigkeiten mit Uri Sigmunds rechtzukommen.

00:21:33: oder wenn man mal Ungarn nimmt unter Orban hatten die wahnsinnig viele ausländische Direktinvestitionen.

00:21:38: ja also Mercedes Audi, dem war komplett egal ob da Orban oder sonst der dran ist.

00:21:43: Die haben das trotzdem investiert.

00:21:45: Das wäre sozusagen das Gegenbeispiel.

00:21:46: aber das ist im Moment schwer abzuschätzen wie sich das hier entwickeln würde und was dafür in die Stimmung entsteht.

00:21:51: Also, ich hatte mal in Bitterfeld recherchiert und damals mit einem Spediteur gesprochen.

00:21:57: Der hatte z.B.

00:21:57: viele syrische Fahrer.

00:21:59: Und der meinte ... Damals war da Bürgermeisterwahl, gab einen starken AfD-Kandidaten.

00:22:03: Er hat gesagt, wenn wir hier eine AfD stattwerden, es wird das schwierig sein, den Mitarbeiter zu halten oder auch ... Gibt's ja ein Forschungspark?

00:22:10: Wir haben auch gesagt, wir haben ausländische Wissenschaftler.

00:22:12: Ich glaub nicht, dass die hier wohnen wollen, wenn sie einen AfD-Stadtrat dominierten haben.

00:22:18: Ja, man muss halt gucken was ... Was sind die Ankündigungen und was wird dann auch umgesetzt?

00:22:23: Meistens in der Erfahrung sagt, dass natürlich weder die AfD so radikal radiiert wie sie jetzt sich politisch hervortut.

00:22:32: Noch sind die Leute, die davon betroffen sind, dass die dann solche Entscheidungen treffen und daraus gleich aus Sachsen-Einheit abwandern.

00:22:38: Aber das ist die Gefahr gibt!

00:22:40: Und das natürlich auch einzelne Spitzenkräfte sagen, nee, das dann gehe ich nicht.

00:22:43: Das ist vollkommen real.

00:22:45: Wie ticken da so die Unternehmer?

00:22:46: Ich meine wenn du die anrufst... oder vor Ort bist für ein Artikel, dann wissen die das erscheint in der Zeitung.

00:22:51: Sagen die auch Sachen so unter der Hand mit Blick auf die Politik?

00:22:56: Die wir vielleicht noch nicht so wissen?

00:22:58: Nee, das sagen ... Das Thema halten sich die meisten Unternehmer raus.

00:23:02: Also sie positionieren sich auch politisch nicht.

00:23:05: Es gibt ganz wenige Unternehmen, die sich parteipolitisch in Sachsen-Anhalt positionieren.

00:23:10: Das hatten wir ja mal nach irgendwelchen Wahlen, dass wir dann so gefragt haben in den Unternehmen hier es sehen, da gab's wenig Feedback.

00:23:17: Okay.

00:23:18: Jetzt blicken wir aber natürlich alle in den September auf die Landtagswahl, und da ist es auch wichtig für eine Wahlentscheidung zu treffen, ob man jetzt Unternehmer ist oder nicht.

00:23:29: wie wollen die Parteien eigentlich diese Wirtschaft in Sachsen-Anhalt wieder auf Kurs bringen?

00:23:34: Vielleicht kannst du mal einen kleinen Überblick geben, welche Perspektiven und Lösungen bieten die unterschiedlichen Parteien denn an?

00:23:40: Ja ... Wir hatten das ja vorhin schon.

00:23:44: ganz kurz dass gar nicht dass viele Themen, die die Parteien spielen beim Thema Wirtschaft gar nicht in Sachsen-Einheit entschieden werden.

00:23:54: Ja ich hatte ja schon erwähnt hier Linkspartei SPD mit Mindestlohn aber diese Entscheidung wären hier nicht getroffen was vielleicht interessant ist wenn man sich jetzt zum Beispiel die AfD rausnimmt.

00:24:04: Was sind zu der ihre Themen?

00:24:06: Das sind in dem Sinne zwei Themen.

00:24:08: das ist einmal Zuwanderung.

00:24:09: da sagen sie gerade die Flüchtlinge die hier keinen Job haben Dass die möglichst schnell abgeschoben werden.

00:24:17: Da würde ich jetzt sagen, da hat viele Füchlinge eher in Helfer-Jobs sind.

00:24:22: Wenn man es sehr nüchtern runterbricht, wäre das wirtschaftlich keine Katastrophe.

00:24:29: Das würde einzelne Bereiche sehr wehtun

00:24:31: z.B.,

00:24:31: die mir alle was pflege und Krankenhäuser betrifft, weil schon sehr viele Ausländer aus Drittstaaten beschäftigt sind.

00:24:41: Und das zweite Thema bei denen ist Energiepolitik.

00:24:44: Da sagen sie, wir wollen eine radikale Wende.

00:24:46: Das würde dann heißen hier keine Solarparks mehr, keine Windkraftparks.

00:24:50: Das würde perspektivisch auch vielleicht für Ansiedlungen schwerer werden.

00:24:55: Eine große Forderung von der AfD ist zum Beispiel auch das widerrussisches Öl und Gas aber das wird natürlich nicht in Sachsenheit entschieden.

00:25:03: Und CDU?

00:25:05: SPD?

00:25:05: Grüne?

00:25:06: Linke?

00:25:08: Wie unterscheiden die sich?

00:25:09: Gibt es große...

00:25:11: Ja, die unterscheiden sich jetzt gerade die Grüne.

00:25:14: Da ist ja der Ansatz dass man im Prinzip umweltschonende Technologien fördern will was auch richtig ist.

00:25:20: nur da ist halt wieder das Problem.

00:25:22: das muss natürlich alles bezahlt werden und man hat ja bei der letzten Ampel Koalition gesehen wenn es Geld nicht da ist dann gehen diese ganzen Träume von Wasserstoffwirtschaft lösen sich dann auch schnell in Luft auf.

00:25:36: Das ist so glaube ich das größte Problem bei den Grünen, dass die natürlich schon ganz gute Ansätze haben.

00:25:40: Aber natürlich nicht sagen können wie soll das finanziert werden?

00:25:43: Wie sollen sich die Unternehmen grünen Wasserstoff leisten können?

00:25:46: Ja da sind... Da ist es schwierig finde ich.

00:25:50: also man kann schon gute Ansätzen haben aber muss auch erklären wie man's finanzieren.

00:25:54: und da kommt wenig.

00:25:57: Und SPD und CDU die sagen ja im Prinzip so wir wollen unseren Kurs hier weiterführen und sorgen für Stabilität.

00:26:06: Ja und das ist vielleicht auch ein wichtiges Thema, dass es gar nicht für die Bevölkerung drauf ankommt.

00:26:12: Was sagt die einzelne Partei zu einem speziellen Thema?

00:26:16: Sondern was habe ich eigentlich für einen Vertrauen insgesamt?

00:26:20: Traue ich dieser Partei dazu mein Land wirtschaftlich voranzubringen oder meinen persönlichen Lebensstandard zu halten?

00:26:27: und danach sind ja Präferenzen ... wie ich das mal ausführen darf, ist natürlich.

00:26:31: Wir sehen es bei Landratswahlen und Bürgermeisterwahlen,... ... dass die sehr personenzentriert sind.

00:26:36: Ja, vertraue ich dem Kandidaten oder nicht... ... sorgt er für meine Region, dass sie vorwärts kommt oder nicht?

00:26:42: Und das ist so um ja das was die CDU spielen will.

00:26:45: Dass sie im Prinzip Schulze voranstellen will und sagen,... ... möchte, da ist hier der Garant für wirtschaftliche Stabilität.

00:26:52: Und Herr Sigmund von der AfD ist das halt nicht.

00:26:56: Eine Haselof hat ja, glaube ich die letzte Wahl genau damit gewonnen.

00:26:59: Dass er als Person so ein Image hatte ... dass die Leute gesagt haben, dem vertrauen wir und dem vertrauen wir die Landesregierung

00:27:08: an.

00:27:09: Na ja, wenn wir daran denken, an die Bohai-Geschichte vom Anfang.

00:27:12: So ein Netzwerk spielt dann vielleicht auch schon eine Rolle.

00:27:14: Auch wenn man nicht VW als Landespolitiker diktieren kann was sie machen sollen.

00:27:18: Wenn ich Telefonnummer habe hilft mir das schon mal.

00:27:20: Ja, und ich denke da auch bis ... September noch ein bisschen was passieren kann, weil man sieht bei den dominierenden Themen die wir hier hatten am Sachsen-Anhalt-Monitor.

00:27:30: Da ist natürlich Migration immer noch auf Platz eins aber mit deutlich sinkenden Werten und Wirtschaftspolitik, Wirtschaft auf Platz zwei mit deutlich steigenden Wertens, weil natürlich die Unsicherheit um meinem Arbeitsplatz wird größer und da wird das in der Wahlentscheidung natürlich auch wichtiger.

00:27:50: Das finde ich ist aber ein gutes Stichwort, weil Migration und Wirtschaft ja auch eine gewisse Schnittmenge haben.

00:27:56: Ich erinnere mich an einen Gespräch mit dem Arbeitgeberpräsidenten, das ich mal hatte.

00:27:59: der hat den Fachkräftemangel als eigentlich die wichtigste, größte Herausforderung für die Wirtschaft nominiert.

00:28:07: Sie hängt sicherlich ein bisschen von der Branche ab, haben wir schon darüber geredet.

00:28:10: Ich möchte deswegen trotzdem mit dir nochmal auf die AfD gucken und die Rolle, die du spielst da möchte ich mal kurz einschieben.

00:28:18: Wir sprechen in diesem Podcast ziemlich viel über die AfD.

00:28:21: Das liegt halt daran, dass wir Umfragen jetzt schon eine ganze Reihe von Umfragen haben, wo sie mit Abstand die stärkste Kraft ist oder die stärkte Parteien den umfragen.

00:28:31: Das heißt noch lange nicht, dass das so bei der Wahl ausgeht und wir wollen auch keinen AfD-Podcast machen.

00:28:36: aber das ist halt ne Partei, die das Land groß umkämpeln will.

00:28:39: Das kündigt sich zumindest an wenn sie gewählt wird.

00:28:41: deswegen sind wir als Journalisten das irgendwie in den Blick nehmen.

00:28:46: Ich möchte mit dir noch mal reingehen.

00:28:49: Diese Sorge der Wirtschaft vor so einem harten Migrationskurs, welche Rolle spielen denn wirklich ausländische Fachkräfte jetzt bei uns?

00:28:57: Du hast gesagt in manchen Branchen ja.

00:29:00: und woher müssen diese Fachkräften eigentlich kommen?

00:29:02: Müssen die aus Drittstaaten kommen?

00:29:03: Müssten wir vielleicht auch aus dem EU-Ausland Leute anziehen?

00:29:10: Wenn man sich anschaut von den Beschäftigungsquoten ... Bildung haben, dann kann man schon sagen dass Leute die aus dem EU-Ausland kommen nach Deutschland tendenziell eher Fachkräfte sind oder Stellen besetzen die Fachkräften übernehmen.

00:29:27: Das ist auch nicht in jedem Fall so.

00:29:30: aber tendenzielle kommen die nur hierher um hier zu arbeiten und Geld zu verdienen.

00:29:35: So tut man nur an Jobs die irgendwie höher qualifiziert sind.

00:29:40: Wenn man jetzt anschaut bei der Migration, dem Flüchtling.

00:29:42: Da ist es eher so das Achtzig Prozent der Flüchtlingen Helfer Tätigkeiten sind ja.

00:29:46: und

00:29:46: was sind das zum Beispiel?

00:29:47: Das sind die Kuriofahrer.

00:29:49: Das ist irgendwie in der Backfabrik am Band zu stehen.

00:29:54: Das sind solche Jobs bei DHL da im Flughafen zu arbeiten.

00:29:59: Die sind auch wichtig!

00:30:02: Aber lösen das Fachkräfteproblem.

00:30:04: Das ist ja so ein bisschen, was Leute viel nicht zusammenkriegen.

00:30:07: Auf der einen Seite sagen die Leute, wir haben Fachkräfteprobleme und auf der anderen Seite schreiben wir, es wird zuvieler ein Job zu finden, Arbeitslosigkeit steigt.

00:30:13: Das Fachkräftig-Problem haben wir beim Heizungsbauer, der jemand sucht, der eine Wärmepumpe einbauen kann den ich findet und den findet er auch nicht bei dem Flüchtling.

00:30:24: Und da kommt auch keiner aus Polen unbedingt um den Job dazumachen weil der in Polen ganz gut bezahlt bekommt.

00:30:32: Das ist halt so ein bisschen die Problematik.

00:30:33: und die hohe Arbeitslosigkeit oder das Problem der Arbeitslosigkeiten haben wir ja in den Helfer-Jobs.

00:30:37: Das sieht man auch an den Arbeitslosenzahlen, ich glaube zwei Drittel aller... Arbeitslosen können einen Helfer-Tätigkeiten ausführen.

00:30:45: Man muss dazu sagen, Sachsen-Anhalt hat eine relativ hohe Arbeitslosengquote.

00:30:49: Drei Prozent im Bund sind es bis zu über sechs, sechseinhalb Prozent.

00:30:52: Das stehen wir nicht gut da haben.

00:30:54: aber gleichzeitig, dass erst mal Paradox erscheint, aber das ist gut erklärt dieses Problem, dass viele Unternehmen uns viel in die Fachkräfte

00:31:01: sagen.

00:31:02: So und was ... ... um da nochmal, deine Frage ging ja noch ein bisschen weiter.

00:31:06: Die ging auch ein bisschen die Zukunft.

00:31:08: wie wird es in der Zukunft?

00:31:09: Und das ist natürlich auch nicht einfach zu beantworten.

00:31:12: Das große Thema an der Wirtschaftsgrad jetzt KI.

00:31:14: Was lässt sich automatisieren?

00:31:17: Auch gerade im Helferbereich und im Lagerbereich.

00:31:21: Da werden dabei Roboter eingesetzt.

00:31:23: Das lässt sich noch nicht ganz gut beantwortet.

00:31:26: Aber wenn man den Prognosen einmal vertraut dann wird schon eine große Zahl von Stellen ... abgebaut und automatisiert.

00:31:35: Und dann ist halt auch die Frage, ob es dann dieses... ... diesen... ... Arbeitskräftemangel, Fachkräftemaske in Zukunft so in der Form noch gibt oder ob da nicht... ... durch Automatisierung auch viel sich einfach von alleine löst?

00:31:47: Das klingt so danach.

00:31:48: ausländische Fachkräfte sind vielleicht gar nicht so relevant für unsere Wirtschaft.

00:31:52: Doch!

00:31:53: Ausländischer Fachkräften sind irrelevant.

00:31:54: nur die Frage ist halt, ob wir diese kriegen.

00:31:56: Weil natürlich der Softwareprogrammierer,... ... der aus Indien kommt, natürlich die Wahl hat geht er nach Deutschland, geht er in die USA oder geht da nach Großbritannien.

00:32:05: Und jemand aus Syrien hier ausbilden zum Programmieren?

00:32:09: Genau, das wäre eine Möglichkeit.

00:32:12: dazu brauchen wir aber Zeit.

00:32:13: und dann ist halt da die Frage wie groß es die Bereitschaft ist.

00:32:17: man sieht es also sind ja viele junge Männer und man muss nur mal an die Bahn gucken.

00:32:23: wenn man mit der Bahn fährt dann sieht man die Pendeln viel irgendwelche Freunde zu besuchen, sondern weil sie arbeiten.

00:32:30: Da gibt es ja auch viele die wollen sich nach oben arbeiten.

00:32:33: nur wenn man dann wieder ganz nüchtern auf die Zahlen schaut dann muss man sagen die Geschäftigungsquote bei Syrien liegen im Moment so bei vierzig-fünfzig Prozent das heißt die Hälfte arbeitet und die andere Hälfe nicht.

00:32:42: da hat die AfD natürlich immer ein Feld wo weiß ich gut bespielen kann Ja, und sagten her die sitzen ja nur in unser Sozialsystem.

00:32:50: Und da hätte eigentlich auch die Landesregierung noch viel härter gegensteuern.

00:32:54: Bisschen tut man jetzt ja auch, dass man sagt okay sie müssen Beschäftigung irgendwo annehmen für dreiundachtzig Cent oder so.

00:33:00: das sind ja alles mal Maßnahmen um die Leute einfach in die Jobs zu bekommen.

00:33:06: Okay wir merken es ist ein differenziertes Bild.

00:33:07: Man kann nicht einfach sagen wo brauchen die?

00:33:09: Wir brauchen die nicht oder die Wirtschaft braucht die.

00:33:11: Es kommt immer darauf an, was sind das für Menschen?

00:33:14: Was haben die für ein Hintergrund und eine Ausbildung.

00:33:16: Wo kommen sie her?

00:33:16: Wie lange sind die schon hier?

00:33:19: Trotzdem ist es ja ... Wenn man uns jetzt zusammen dampft so Wirtschaft nominiert ein Problem.

00:33:25: Wir haben Angst davor, wenn die AfD hier an der Macht ist, was die Simparierstaatgeschichte genannt, haben wir vielleicht ne abschreckende Wirkung auf ausländische Fachkräfte, wo auch immer die herkommen.

00:33:35: Und gleichzeitig isst ihr bei den Wählern die AfD die beliebteste Partei.

00:33:41: mit über vierzig Prozent.

00:33:42: Sind das gegenüberstehende Interessen?

00:33:45: Hat die Wirtschaft einen anderen Blick da drauf als die Bevölkerung?

00:33:49: Gute Frage, Max.

00:33:51: Lässt sich ja schon zum Teil sagen, weil diese gerade Industrieunternehmen natürlich international agieren und die meisten Wähler ganz national denken.

00:34:05: Und die gucken genau vor ihrer Tür.

00:34:07: Da überlappen sie auch Themen.

00:34:09: Es ist nicht so... ... dass jetzt jem'n AfD-Wähler aus Bitterfeld jetzt sagt, na ja ich will die nicht weil sie da einen Job haben.

00:34:16: Sondern der sagt, ich will den nicht, weil die hier bei mir im Park vor, irgendwie weiß ich das ein paar Jugendliche rumlungen und daher kommt er seit Unmut und nicht unbedingt, weil da nen Syrer in dem Schmierunternehmen arbeitet.

00:34:29: Den sieht man ja auch nicht im Park?

00:34:30: Den sieht Man ja auch noch nicht genau!

00:34:31: Das ist vielleicht auch ein frohes Problem, dass man natürlich alle die, die ich angesprochen habe, die in einer Bahn setzen zu ihrem Jobfahrt, die sieht man nicht so... die halt im Park irgendwie mit Drogen dienen.

00:34:43: Was der deutlich kleinere Anteil ist, die sieht man halt aus in

00:34:46: Präsentum.".

00:34:48: Jetzt haben wir viel gesprochen über Probleme, Wirtschaft in der Krise, Energiekosten – was kann man machen?

00:34:52: Was kann man nicht machen?

00:34:54: Es gibt ja aber auch wenn das vielleicht ein relativ kleines Feld ist eine Start-up-Szene Sachsen-Anhalt, innovative Unternehmen.

00:35:01: Hilf uns mal auf die Sprünge wo sind die, was machen sie?

00:35:05: wie viele gibt's davon?

00:35:07: oder welchen Anteil machen die in der Wirtschaft?

00:35:10: Also Max jetzt sprichst du eigentlich ein ganz, ganz wichtiges Thema an.

00:35:14: Und zwar das Problem ist ja nicht dass irgendwelche Chemieunternehmen die dreißig Jahre alte Fabriken haben oder vierzig Jahre alte fabriken nicht mehr so gut können sondern das große problem ist ja dass zu wenig nachkommt.

00:35:25: Ja also wir hatten ... zwei Anläufe mit Solar Valley, ... ... ja, Q-Cells und danach Maja Borger.

00:35:31: Die sind gescheitert in der Zukunftstechnologie.

00:35:32: Ich sag's nicht weggekommen.

00:35:34: Zur Einordnung ist ... ... Anhalt Bitterfeld, Industriepark, wo wir mal eine ... ... PV, also Solaranlagenproduktion hatten auch eine innovative?

00:35:44: Superinnovative!

00:35:45: Die leider es jetzt nicht mehr gibt.

00:35:46: Genau.

00:35:47: Die wurde sozusagen von Chinesischem für einen Platt gemacht.

00:35:50: Da war ein Zehntausender Arbeitspräsidium.

00:35:52: ... Platz im Gespräch.

00:35:53: So vorhin hat man schon einen gewähnt.

00:35:54: Intel-Fabrik, ... ... ja, dreitausend Shops insgesamt, ... ..."zehntausend Shobs in Magdeburg ist geplatzt", ... ... war auch eine Zukunftstechnologie, Windkraft ... ... erinnern konnte Magdeborg die Bauern zwar jetzt wieder auf haben aber vorher ... ... auch kräftig entlassen diese ganzen Rotorblätterproduktionen alles abgewandert.

00:36:09: und das ist das große Problem dass wir natürlich in vielen neuen Technologien nicht so weit vorne sind.

00:36:14: und da sind wir jetzt bei den Startups.

00:36:16: Wir haben eine Startup Landschaft in Sachsen-Einheit gerade Magdeburg unter Halle.

00:36:21: Da gibt es auch super innovative Unternehmen, die die Technologie- und Gründerzentren sind gut gefüllt.

00:36:26: In Heile wird ausgebaut aber da kommt am Ende wenig rum.

00:36:30: also mir fällt jetzt auf Anhieb kein Startup ein.

00:36:33: was vor zwanzig Jahren gegründet wurde und jetzt fünfhundert oder tausend Beschäftigten sagt und sagt hier bei uns gehts voran das gibt's nicht.

00:36:40: und dann habt ihr jetzt auch keine keine Erklärung genau dafür warum das nicht so funktioniert.

00:36:45: aber man muss sagen da kommt zu wenig.

00:36:48: Gibt es denn irgendwie so Hoffnungsträger, wo du sagst hey das habe ich im Blick dass könnte echt ein großes Ding werden?

00:36:55: So einen Einzelunternehmen

00:36:56: oder einen Bereich und Einzel-Unternehmendereich.

00:37:00: Die Bereiche

00:37:00: kann man halt schon identifizieren.

00:37:02: Das ist in Magdeburg die Medizintechnik.

00:37:04: Das sind Magdeburger auch Softwareunternehmen KI Unternehmen da gibt's etliche die so in erstmal in Nischen aber da gut platziert sind Und den Halle ist es so die ganze Biotechnologie wobei das auch mit der Finanzierung schwieriger geworden ist, aber da gibt es ähnliche sehr innovative Unternehmen.

00:37:21: Die Frage ist halt nur kommen die dann auch mal erreichen die irgendwie meine Größe dass man hier produziert und nicht dass sie dann irgendwie die Patente verkaufen oder aufgekauft werden von größeren Konzernen?

00:37:31: Und dann wird's ganz woanders auf der Welt produzieren.

00:37:33: Das heißt eigentlich wir gibt schon gute Bedingungen.

00:37:35: hier kann man ein Start-up ansiedeln und... Ja.

00:37:38: Das Land fördert das auch recht

00:37:40: gut!

00:37:41: Aber es macht irgendwie nie klick, dass einer sagt jetzt haben wir hier eine super Nische gefunden.

00:37:45: Wir sind total innovativ.

00:37:46: Jetzt stellen wir in den Fabrik hin und fünfhundert Leute kriegen einen Job

00:37:49: ist aber nicht ein rein spezifisches Sachsen-Einheitprobleme ist insgesamt im Deutschland Problem.

00:37:53: Wir haben ne sehr gute Grundlagenforschung Universitära Frauenhof Frauenhof war schon wieder angewandt Max Blank Institute und so die ... eine sehr gute Wirtschaft haben.

00:38:04: Wir kommen dann auch noch in den Bereich rein, dass wir so Produktentwicklung machen, das ist mir auch noch gut.

00:38:08: und wenn es aber daran geht, das zu skalieren... da sind wir nicht nur in Sachsen-Anhalt zurück.

00:38:17: Vielen Dank Steffen!

00:38:18: Ich spüre, dass es ein sehr... Komplexes.

00:38:20: Es gibt nicht so einfache Antworten auf wirtschaftliche Fragen, weder bei Fachkräften noch bei Arbeitslosigkeit und der Unternehmensstruktur.

00:38:28: Und es ist auch verschiedene Ebenen bunt Weltpolitik oder Weltwirtschaft und Land.

00:38:34: Ja das wäre ja vielleicht eine gute Message für diesen Podcast-Scientist.

00:38:38: Dieser Podcast folge, dass man sagt, ja es gibt Parteien die sagen... gibt da sehr einfache Antworten?

00:38:45: oder die vermeintlich antwort sind.

00:38:47: Aber wenn man sich das insgesamt anschaut, ist es sehr differenziert und jeder muss sich dann mit der Realität auseinandersetzen.

00:38:53: Und das ist bei der CDU, bei der SPD, bei den Linken und auch bei der AfD nicht anders.

00:38:58: Das ist eine ganz tolle Überleitung denn ich möchte es noch mal kurz ein bisschen prägnant machen.

00:39:03: so Richtung Schluss.

00:39:04: was ist denn aus deiner Sicht?

00:39:05: Was sind die wirtschaftspolitischen wichtigsten Themen für den Wahlkampf, den wir jetzt sehen werden?

00:39:09: Für dem Wahlkampf würde ich sagen ist natürlich die Zuwanderung ist natürlich, wie geht es in der Energiepolitik weiter.

00:39:17: Also doch weiter erneuerbare Energien oder da doch zurückrudern und dann was ich erwähnt habe so die Gesamtstimmung.

00:39:23: ja wem traue ich zu dieses Land eine gute Zukunft zu führen?

00:39:27: Und was muss passieren damit die Wirtschaft hier wieder richtig in Schwung kommt?

00:39:31: Was muss passieren dass diese Wirtschaft hier in Schwunk kommt?

00:39:34: Ich denke das insgesamt in Deutschland man sich die Frage stellen muss das sind vor allen Dingen auch die Gewerkschaften.

00:39:41: Welche Kosten können wir uns leisten?

00:39:42: Also im Moment kann sich keiner vorstellen, dass wir Verzicht üben.

00:39:46: Aber aus meiner Perspektive wird das früher oder später so kommen... ...dass wir in vielen Bereichen Verzichte üben müssen oder keine Lohnsteigerungen mehr für die nächsten Jahre abschließen können damit wir unsere Wettbewerbsfähigkeit gerade gegenüber China nicht verlieren.

00:40:01: Jetzt haben wir am Ende dieses Podcasts immer ein Ritual.

00:40:04: Das bin ich sehr gespannt drauf, unbedingt auch mit dir durchspielen.

00:40:07: Wir stellen jedem Gast die gleichen drei Fragen und ich bitte dich um eine relativ knappe persönliche Antwort.

00:40:15: Welche Themen insgesamt werden deiner Meinung nach die Wahl entscheiden?

00:40:20: Zuwanderung und Wortschaft!

00:40:23: Ist das für dich eine Schicksalswahl?

00:40:25: Nein es ist für mich keine Schicksaleswahl... Ein Erklärungsatz, weil in Sachsen-Anhalt nicht solche prägnanten Entscheidungen getroffen werden.

00:40:32: Das wird das Schicksal des Landes führen.

00:40:36: Wo steht Sachsenanhalt aus deiner Sicht am Ende dieses Jahres?

00:40:39: Sachsen Anhalt wird leider nicht besser dastehen.

00:40:42: Egal was passiert, ob es jetzt nicht AfD Mehrheitsregierung gibt.

00:40:47: Weil die Alternative wäre eine CDU-Minderheitsregierung und die hätte auch große Probleme mehrheiten zu finden.

00:40:52: Und das Wort macht alles nicht einfach

00:40:54: an.

00:40:55: Super interessant.

00:40:56: Du wirst ganz andere Antworten, als du sie bisher gehört haben.

00:40:59: Vielen herzlichen Dank, Steffen!

00:41:01: Dass du heute zu Gast warst und mit mir diesen Deep-Dive in Sachsen-Anhaltswirtschaft gemacht hast.

00:41:06: Und damit sind wir auch schon am Ende dieser zehnten Folge von zwei Komma eins Millionen.

00:41:10: euch da draußen ein ganz vielen Dank fürs Zuhören.

00:41:12: Wir sind der Politik.

00:41:13: Podcast von Mitteldeutscher Zeitung Volksstimme.

00:41:16: gucken uns das Wahljahr an Sachsen Anhalt an und wenn euch das Gespräch gefallen hat und ihr mehr darüber wissen will dann schaut gerne in die Show-Notes dieser Podcastfolge.

00:41:26: Da gibt es unter anderem Statements von Wirtschaftsverbänden, aber auch noch mal die Wahlprogramme.

00:41:30: Schaut da gern rein und wenn euch gefallen hat was ihr gehört habt oder ihr mehr davon hören wollt, dann abonniert uns unbedingt und schickt diesem Podcast doch einfach jemandem dem die Wirtschaft und die Landespolitik im Sachsen-Anhalt ebenso am Herzen liegen wie uns?

00:41:45: Oder schreibt uns!

00:41:46: Wenn ihr Anregungen habt Feedback wünsche Kritik an podcastatvolksstimme.de per E-Mail oder hinterlasst einen Kommentar, zum Beispiel auf Apple-Podcast oder Spotify.

00:41:56: Wir lesen das alles, E-Mail oder Kommentar und dann verweise ich nochmal auf die nächste Folge.

00:42:02: da werden wir uns noch mal genau die AfD und ihr Wahlprogramm anschauen und mir bleibt dann nur noch einmal zu sagen vielen Dank an Steffen!

00:42:10: Und euch vielen Dank fürs Zuhören und bis zur nächsten Folge von zwei Komma Eins Millionen.

00:42:15: Vielen Dank Max!

00:42:17: Das Team hinter dem Podcast sind die vier Hosts Lena Bellon, Elisa Schulz, Jan Schumann und ich.

00:42:25: Redaktion Frank Rogulis.

00:42:28: Mitarbeit Frank Krause und Til Gerloff.

00:42:31: Grafik Tobias Büttner.

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