Sven Schulze, die CDU und die große "Igitt-Frage"
Shownotes
In der dieser Folge von "2,1 Millionen" geht es um die CDU im Wahlkampf, Eindrücke vom Spitzenkandidaten Sven Schulze und die Frage, mit wem die Partei in Zukunft eigentlich Politik machen will.
Host Jan Schumann spricht dazu mit dem stellvertretenden Chefradakteur der Volksstimme Michael Bock. Bock- ein ausgewiesener Kenner der CDU- ist überzeugt, dass der CDU turbulente Zeiten bevorstehen. Sie müsse sich entscheiden, ob sie künftig in Sachsen-Anhalt mit AfD oder Linken oder sogar mit beiden Parteien parallel zusammenarbeiten will. Seine Empfehlung: wechselnde Mehrheiten.
Ministerpräsident Schulze bescheinigt Michael Bock, für die CDU Chance und Risiko gleichermaßen zu sein. Von seiner Partei erhalte er zwar Rückendeckung, viele Mitglieder hätten es aber lieber gesehen, wenn Reiner Haseloff noch einmal angetreten wäre.
Sollte die AfD die neue Regierung anführen, rechnet Bock mit radikalen Veränderungen, durch die Sachsen‑Anhalt isoliert und ausgegrenzt würde.
Mehr zu Thema der Sendung:
⚫CDU-Wahlprogrammentwurf:
📰Sven Schulze im Interview → Zum MZ-Artikel → Zum Volksstimme-Artikel
Mehr von Michael Bock → Landesparteitag in Magdeburg: Kommentar zur CDU Sachsen-Anhalt: Es geht ein Ruck durch die Partei
**Allgemeine Informationen zur Wahl: **
🔎Zur aktuellen Wahlumfrage:
📄Die Wahlprogramme
- SPD: SPD-Wahlprogramm-2026.pdf
- AFD: AfD Regierungsprogramm für Sachsen-Anhalt
- DIE LINKE: 2026-03-19Landtagswahlprogrammfinal.pdf
- BSW: BSWLandtagswahlprogrammSachsenAnhalt.pdf
- FDP: [Freiheit hat nur eine Heimat – Wahlprogramm der FDP Sachsen-Anhalt zur Landagswahl 20260.pdf](https://42cloud.universum.com/sites/default/files/2026-04/Freiheit hat nur eine Heimat %E2%80%93 Wahlprogramm der FDP Sachsen-Anhalt zur Landagswahl 20260.pdf) Entwürfe:
- CDU: entwurfregierungsprogramm20262026-03-24.pdf (entwurf)
- Das Programm von BÜNDNDISS 90/DIE GRÜNEN ist noch nicht veröffentlicht (Stand 29.04.2026)
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👥Das Team hinter dem Podcast:
- Host: Max Hunger, Lena Bellon, Elisa Schulz, Jan Schumann
- Redaktion: Frank Rugullis
- Mitarbeit: Frank Krause, Til Gerloff
- Grafik: Tobias Büttner
Transkript anzeigen
00:00:00: Wenn ich mir Ihre Person hier vorstelle, dann wäre das ein Grund für mich,
00:00:03: da nachzudenken, ob ich in diesem Land weiter meine Heimat sehe.
00:00:07: Ja, wir erleben jetzt im März 2026 Geschichte und in wenigen Jahren wird man
00:00:11: auf diese Zeit zurückblicken und das genau so einordnen.
00:00:14: Wenn wir, meine Damen und Herren, den Kampf um unsere Demokratie gewinnen wollen,
00:00:17: dann müssen wir die Herzen wieder zurückgewinnen.
00:00:20: Wir werden unsere Kultur nicht Nationalisten und Identitären Ideologen überlassen.
00:00:25: 2,1 Millionen, der Politik-Podcast von Mitteldeutscher Zeitung und Volksstimme.
Jan Schumann: Herzlich willkommen und Tag zusammen zur zweiten Folge von 2,1 Millionen,
Jan Schumann: dem Politik-Podcast für Sachsen-Anhalt von Mitteldeutscher Zeitung und Volksstimme.
Jan Schumann: Ich bin Jan Schumann, Politikredakteur bei der MZ und einer von vier Gastgebern dieses Podcasts.
Jan Schumann: Und zu Beginn erstmal vielen Dank für die vielen Reaktionen auf unsere erste
Jan Schumann: Folge. Wir freuen uns sehr über die Resonanz und dass wir schon nach der ersten
Jan Schumann: Ausgabe so viele Abonnenten haben.
Jan Schumann: Und eure Reaktion zeigt uns auch, dass solch ein Format für das Wahljahr in
Jan Schumann: Sachsen-Anhalt gebraucht wird.
Jan Schumann: Geschrieben hat uns zum Beispiel Andrea aus dem Saale-Kreis,
Jan Schumann: dass ihr das Thema Bildung besonders wichtig ist.
Jan Schumann: Also Andrea, in der nächsten Folge, die wir ja schon geplant haben,
Jan Schumann: geht es um das Thema Bildung.
Jan Schumann: Und es ist auch klar, dass das in den kommenden Wochen ein Schlüsselthema in
Jan Schumann: diesem Wahlkampf sein wird. Es wird also noch häufiger um das Thema Schule,
Jan Schumann: Bildung, Kita und so weiter gehen.
Jan Schumann: Bitte schreibt uns weiter und vor allem, welche Themen euch besonders wichtig sind.
Jan Schumann: Die Adresse dafür ist podcast@volksstimme.de und versprochen,
Jan Schumann: wir lesen jede Mail und jeden Kommentar.
Jan Schumann: Wir zeichnen auf am 29.04. vormittags und in dieser Folge von 2,1 Millionen
Jan Schumann: interessiert uns die CDU und ihr Spitzenkandidat Sven Schulze.
Jan Schumann: Wofür steht die CDU in diesem Wahljahr und kann sie es schaffen,
Jan Schumann: den großen Rückstand auf die AfD in den Umfragen aufzuholen?
Jan Schumann: Zu Gast heute im Podcaststudio in Halle ist Michael Bock, stellvertretender
Jan Schumann: Chefredakteur der Volksstimme.
Jan Schumann: Er kennt die CDU in Sachsen-Anhalt so gut wie nur ganz wenige in diesem Bundesland
Jan Schumann: und berichtet seit Jahrzehnten über diese Partei. Micha, schön, dass du da bist.
Michael Bock: Ja, moin Jan, schön, dass ich hier sein darf und ich bin sehr gespannt darauf,
Michael Bock: wie jetzt unsere Plauderei und wahrscheinlich auch ein bisschen ins Tiefe gehende
Michael Bock: Geschichte weitergeht.
Jan Schumann: Micha, bevor wir über Sven Schulze, die Brandmauer und mögliche Machtoptionen
Jan Schumann: der CDU sprechen, lass uns mal einen Schritt zurückgehen.
Jan Schumann: Jede Debatte über Sven Schulze beginnt mit der ganz grundsätzlichen Frage,
Jan Schumann: in welcher Ausgangslage steht denn die CDU in Sachsen-Anhalt,
Jan Schumann: so fünf Monate vor der Wahl jetzt gerade. Micha, wie siehst du das?
Michael Bock: Also die Ausgangslage für die CDU, muss ich sagen, ist verdammt schwierig.
Michael Bock: Da hat sie schon mal bessere Zeiten erlebt.
Michael Bock: Im Augenblick liegt sie bei, na, roundabout 25 Prozent, 5, 6, 27 Prozent.
Michael Bock: Das ist für den Anspruch, den die CDU als Volkspartei hat, viel zu wenig.
Michael Bock: Dabei muss man sagen, die CDU regiert ja ununterbrochen seit 2002.
Michael Bock: Also manche junge Leute, die kennen das gar nicht anders. Die kennen nur im
Michael Bock: Grunde einen CDU-Ministerpräsidenten.
Michael Bock: Damals hat sie die Minderheitsregierung rot-grün toleriert von der PDS abgelöst.
Michael Bock: Mit einem gewissen Schwung dann auch. Das war so eine Zeit, Minderheitsregierung,
Michael Bock: die hatte nicht das beste Image, Land der roten Laternen.
Michael Bock: Die CDU ist also im Grunde in den letzten Jahren doch recht erfolgsverwöhnt gewesen.
Michael Bock: Und das ist im Leben ja manchmal so, wenn alles gut läuft, dann wirst du manchmal
Michael Bock: satt, dann wirst du manchmal selbstzufrieden.
Michael Bock: Und ich habe so den Eindruck, das ist bei der CDU auch so, die nennt sich ja
Michael Bock: sehr selbstbewusst die Sachsen-Anhalt-Partei, war sie vielleicht mal ganz groß,
Michael Bock: das mag man selbstbewusst nennen, das kann man auch ein bisschen Arroganz nennen.
Michael Bock: Aber im Augenblick, sagen wir alle Umfragen, das sieht nicht so doll aus.
Michael Bock: Und das kann auch mal anders ausgehen für die CDU.
Michael Bock: Es ist nicht ins Gesetz geschrieben, dass die CDU immer eine Regierung ist hier in Sachsen-Anhalt.
Michael Bock: Und ich habe so den Eindruck, das hat in der CDU noch nicht jeder kapiert.
Michael Bock: Also mir fehlt da so ein bisschen der Biss, der Kampfgeist.
Michael Bock: Ich finde auch bei diesen Umfragen, die für die CDU nicht besonders doll sind,
Michael Bock: Da muss man anders rangehen.
Michael Bock: Da muss man, im Fußball wird man sagen, kratzen, beißen, kämpfen.
Michael Bock: Und diesen Kampfeswillen, den sehe ich noch nicht.
Jan Schumann: Du meinst jetzt vor allem, dass die AfD auf Platz 1 ist in den Umfragen mit
Jan Schumann: deutlichem Vorsprung vor der CDU, mit knapp 40 Prozent oder bis zu 40 Prozent
Jan Schumann: sehen einige Umfragen die AfD.
Jan Schumann: Und der Mann, der es rumreißen soll für die CDU, das ist Sven Schulze.
Jan Schumann: Micha, du hast Sven Schulze schon seit einigen Jahren auf dem Schirm,
Jan Schumann: hast ihn begleitet bei so einem oder anderen Termin, hast ihn auf Parteitagen
Jan Schumann: gesehen, hast ihn letztens gesehen, wie er gekocht hat in Magdeburg auf dem,
Jan Schumann: nennen wir es mal, Wahlkampfauftritt.
Jan Schumann: Was ist Sven Schulze für ein Typ aus deiner Sicht? Wie tritt der auf?
Michael Bock: Naja, erstmal, er ist der Spitzenkandidat der CDU, er will Ministerpräsident bleiben.
Michael Bock: Als er zum Spitzenkandidaten gewählt wurde, hat er so einen Schiffsruder bekommen.
Michael Bock: Normalerweise bekommen dann die Menschen, die gewählt werden,
Michael Bock: unterschiedliche Sachen. Manchmal gibt es Boxhandschuhe, manchmal gibt es eine Weinflasche.
Jan Schumann: Das war ein Geschenk auf dem Parteitag.
Michael Bock: Und das war ein Geschenk auf dem Parteitag, Schiffsruder. Das deute ich so im
Michael Bock: Grunde. Also er will und er soll auch Kurs halten hier im Land.
Michael Bock: Er will auf Bewährtes setzen, auch durchaus Neues mal wagen.
Michael Bock: Was ist noch ein bisschen im Ungefähren?
Michael Bock: Aber sein Wahlkampf geht erstmal in die Richtung, ich, Sven Schulze,
Michael Bock: stehe für Sicherheit, ich stehe für Stabilität und ich stehe für Verlässlichkeit.
Jan Schumann: Wie tritt er auf aus deiner Sicht? Vergleich es mal mit Haseloff zum Beispiel.
Michael Bock: Ja, durchaus forscher. Er ist ein ganz anderer Typ. Er ist klar jünger. Er ist 46.
Michael Bock: Rainer Haseloff, der frühere Ministerpräsident, ist jetzt 72,
Michael Bock: hat sich ja lange überlegt, offen gehalten, ob er nochmal antritt.
Michael Bock: Das war dann eben nicht so.
Michael Bock: Er ist ein anderer Typ. Er ist auf jeden Fall jemand, der unfassbar fleißig ist.
Michael Bock: Geht man davon aus, das war Rainer Haseloff auch. Aber bei ihm erzählt man wirklich,
Michael Bock: das geht so manchmal in die Richtung, das kann kein Mensch allein leisten.
Jan Schumann: Was bedeutet fleißig? Viele Termine, alle Akten lesen, was ist da das Fleißige bei Ihnen?
Michael Bock: Auf jeden Fall viele Termine. Sein Problem ist ja, dass er im Gegensatz zu Rainer
Michael Bock: Haseloff noch relativ unbekannt ist. Er war vorher Wirtschaftsminister.
Michael Bock: Also da hat er mit Sicherheit noch deutlich Luft nach oben.
Michael Bock: Und darum, ich muss wirklich sagen, übernimmt er jeden Fitzeltermin,
Michael Bock: ob es die Angler sind, die Landfrauen, wie auch immer.
Michael Bock: Und der Tag, das hat er bei dieser Kochshow, die du eben erwähnt hast, auch gesagt,
Michael Bock: der beginnt gegen 5.30 Uhr, dann steht er auf, wenn er ein bisschen Zeit hat,
Michael Bock: hat er so ein Rudergerät in seiner Wohnung, da wird ein bisschen gerudert,
Michael Bock: ein bisschen fit gemacht und der hat dann, sag ich mal, bis 23, 24 Uhr zu tun.
Michael Bock: Das heißt, er ist im Land unterwegs, er ist auch im Bundesvorstand,
Michael Bock: das heißt viel in Berlin.
Michael Bock: Also zu Hause wird er nicht allzu oft gesehen.
Jan Schumann: Micha, ich finde das eigentlich interessant. Also solche Sachen im Wahlkampf
Jan Schumann: wie jetzt zum Beispiel diese Kochshow in Magdeburg.
Jan Schumann: Da tritt Sven Schulze auf, kocht da irgendwas und muss sich da mit dem Publikum
Jan Schumann: auseinandersetzen, bekommt da ein paar Fragen gestellt.
Jan Schumann: Wie tritt der da auf? Ist der sympathisch?
Jan Schumann: Ist das ein Forschertyp? Ist das ein zurückhaltender Typ? Wie findest du den?
Jan Schumann: Also kommt der gut an bei den Leuten?
Michael Bock: Aber jein, jein. Ich glaube, er hat da auch Luft nach oben. Du hast eben das
Michael Bock: Thema AfD angesprochen.
Michael Bock: Der Gegenkandidat Ulrich Siegmund ist ein smarter Typ.
Michael Bock: Da fehlt ihm natürlich einiges. Also ihm fehlt so ein bisschen die Aura.
Michael Bock: Er wirkt dagegen so ein bisschen grau. Aber da du jetzt die Kochschule angesprochen
Michael Bock: hast, da war er durchaus mal anders.
Michael Bock: Das war ein Wohlfühltermin. Chili Con Carne, also mal scharf.
Michael Bock: Das war ein Wohlfühltermin für ihn. Und da hat er sich aber ganz anders gezeigt.
Michael Bock: Da hat er sehr, sag ich mal, auch sympathisch geplaudert, wie es in seiner Kindheit
Michael Bock: war, wie es politisch weitergegangen ist, was er sich vorstellt.
Michael Bock: Also da war ein anderer Typ da und das ist glaube ich so ein bisschen das Problem,
Michael Bock: dass du, ja auch wenn du im Fernsehen in 30 Sekunden irgendwas erzählen musst,
Michael Bock: du wirkst dann halt immer steifer, du wirkst dann anders, als wenn du einfach
Michael Bock: mal die Chance hast, das war eine knappe Stunde,
Michael Bock: einfach mal so ein bisschen zu plaudern und dann auch, gut, nicht die bösen
Michael Bock: Fragen gestellt zu bekommen, sondern auch Fragen, die es dir dann auch leicht machen.
Michael Bock: Aber da hat er wirklich, muss ich mal, eine andere Seite gezeigt.
Michael Bock: Denn ansonsten, wie gesagt, kommt er, glaube ich, noch nicht überall so gut
Michael Bock: an, wie es vielleicht sein sollte, auch sein müsste, um Erfolg haben zu können.
Jan Schumann: In den USA hatten wir eine Präsidentschaftswahl. Ich hole jetzt mal ganz groß aus.
Jan Schumann: Da gab es nur wenige Wochen für die Kandidatin, um sich so bekannt zu machen,
Jan Schumann: sympathisch zu zeigen, um dann irgendwie noch einen Rückstand aufzuholen und
Jan Schumann: dann die Wahl zu gewinnen.
Jan Schumann: Das hat in den USA zwar nicht geklappt, da war der Zeitpunkt auch viel näher
Jan Schumann: an der Wahl dran. Die hatte viel weniger Zeit, die Kandidatin da.
Jan Schumann: Sven Schulze hat jetzt noch ein bisschen mehr als vier Monate.
Jan Schumann: Kann das funktionieren?
Michael Bock: Viel Zeit ist das nicht. Viel Zeit ist das nicht. Und wie gesagt,
Michael Bock: ich denke mal, er muss das Tempo, man kennt es ihm ja kaum, weil es wirklich
Michael Bock: fast schon unmenschlich ist, was er da abreißt, aber er muss das Tempo beibehalten.
Michael Bock: Und es wird unfassbar schwer, was auch daran liegt, dass sich die CDU sehr lange
Michael Bock: Zeit gelassen hat mit der Wahl des Spitzenkandidaten.
Michael Bock: Wie gesagt, lange Zeit hieß es dann, Rainer Haseloff macht das nochmal.
Michael Bock: Es gab viele in der CDU, die sich das gewünscht hätten.
Michael Bock: Also da müssen wohl die Menschen in Scharen nach Wittenberg,
Michael Bock: wo Rainer Haseloff herkommt, gepilgert sind und ihn noch beknieten,
Michael Bock: bearbeitet haben. Rainer, mach's nochmal zum vierten Mal.
Michael Bock: Und er hat sich das auch lange offen gehalten. Und irgendwann,
Michael Bock: gehen wir davon aus, er hört auch viel auf seine Frau, ist aber auch ganz gut
Michael Bock: im Leben, wenn man das so macht.
Michael Bock: Die hat ihm dann auch gesagt, jetzt ist auch mal gut.
Michael Bock: Und er hat es aber auch so gesehen. Er ist auch ein Familienmensch,
Michael Bock: er hat Kinder, er hat Enkelkinder.
Michael Bock: Ich glaube, der Zeitpunkt für ihn war dann auch gekommen, aber die CDU hat sich
Michael Bock: meiner Meinung nach zu spät auf den Spitzenkandidaten verständigt,
Michael Bock: was dann natürlich das Zeitfenster für Sven Schulze nochmal eminent verkleinert
Michael Bock: hat, sich bekannt zu machen.
Jan Schumann: Also ein Risiko jetzt für die CDU auf Sven Schulze zu setzen oder ist das vor
Jan Schumann: allem eine Chance für die CDU, weil es einen neuen Kandidaten gibt,
Jan Schumann: der etwas jünger ist, etwas frischer ist? Risiko oder Chance?
Michael Bock: Ich sage mal so, ich bin überzeugt, mit Rainer Haseloff wäre er nochmal angetreten,
Michael Bock: hätte die CDU die Chance, drei, vier, fünf Prozentpunkte mehr zu bekommen bei der Landtagswahl.
Michael Bock: Das traue ich ihm zu. Er war zuletzt der beliebteste Ministerpräsident oder
Michael Bock: sehr beliebt hier in Sachsen-Anhalt.
Michael Bock: Er hatte sehr, sehr gute Popularitätswerte. Die hat er sich auch hart erarbeitet.
Michael Bock: Das war nicht immer so. Am Anfang war er, wenn ich mich recht entsinne,
Michael Bock: der unbeliebteste Ministerpräsident. Also er hat an sich gearbeitet, aber hat das geschafft.
Michael Bock: Er hat sich als Landesvater wirklich gezeigt und auch bewiesen.
Michael Bock: Er war bekannt in Berlin, in Berlin auch, sage ich mal, durchaus geschätzt.
Michael Bock: Wie man sieht, jetzt ist es gleich mehrfach von Kanzler Merz verabschiedet worden mit großen Worten.
Michael Bock: Also er hat da schon sein riesen Standing und von daher glaube ich ja,
Michael Bock: die CDU hätte mit ihm noch ein paar Prozentpunkte mehr geholt.
Michael Bock: Aber ob das dann gereicht hätte, da bin ich nicht sicher, das glaube ich nicht.
Michael Bock: Und irgendwann muss die CDU ja auch den Generationswechsel einleiten.
Michael Bock: Wie gesagt, das finde ich grundsätzlich richtig, nur zu spät.
Jan Schumann: Was hörst du da hinter vorgehaltener Hand bei der CDU? Wie wird da über Scholze
Jan Schumann: gesprochen? Ist das der Hoffnungsträger?
Michael Bock: Naja, naja, also wie ich eben schon sagte, viele hätten sich Rainer Haseloff gewünscht.
Michael Bock: Das liegt auch ganz einfach daran, je besser die CDU abschneidet,
Michael Bock: desto mehr Plätze sind dann im Landtag für die Landtagsabgeordneten.
Michael Bock: Also da hat natürlich jeder Interesse dran.
Michael Bock: Und wenn man dann die eigenen Chancen gemindert sieht, wenn ein Neuer kommt,
Michael Bock: noch relativ vergleichsweise unbekannt, dann findet man das nicht so schick.
Michael Bock: Heißt, ja, anfangs Rainer Haseloff, es war ja noch ein anderer im Gespräch,
Michael Bock: ich nenne den Namen ganz kurz Holger Stahlknecht, der von Rainer Haseloff mal
Michael Bock: entlassen wurde, aber den ein riesen Standing in der Bevölkerung auch innerhalb
Michael Bock: der CDU hat, er hat immer noch seinen Anhänger, aber dann hat man sich auf Sven
Michael Bock: Schulze geeinigt, er wurde vorgeschlagen von Rainer Haseloff.
Michael Bock: Und jetzt versammelt man sich hinter ihm. Ich sage mal so, ich habe sehr oft
Michael Bock: gehört, naja, Entscheidung ist gefallen, jetzt Augen zu und durch.
Michael Bock: Das klingt jetzt nicht nach hundertprozentiger Rückendeckung und so nach dem Motto, das ist er jetzt.
Michael Bock: Das ist der Mann, der uns jetzt hier den Sieg holt.
Michael Bock: Aber alles andere wäre ja auch politischer Selbstmord, jetzt im Grunde den
Michael Bock: eigenen Kandidaten zu beschädigen.
Michael Bock: Also man hätte, glaube ich, lieber es anders gehabt.
Michael Bock: Aber jetzt hat man es so, wie es ist. Und damit hat man sich jetzt arrangiert
Michael Bock: und hofft und hofft, dass er es irgendwie hinbekommt.
Jan Schumann: Dieser Podcast hier, 2,1 Millionen, ist auch ein Podcast zum Mitmachen.
Jan Schumann: Viele Hörer haben uns in den vergangenen Tagen ja schon Feedback gegeben auf unsere erste Sendung.
Jan Schumann: Und wenn ihr eure Meinung sagen wollt und vor allem Themen vorschlagen wollt,
Jan Schumann: dann gebt uns eine Rückmeldung und schreibt uns ruhig eine E-Mail an podcast@volkstimme.de.
Jan Schumann: Oder ihr könnt uns auch über Social Media schreiben. Wir lesen das alles.
Jan Schumann: Micha, vom Personal in der CDU schauen wir jetzt mal aufs Programm oder auf die Inhalte ganz kurz.
Jan Schumann: Denn selbst der stärkste Parteivorsitzende gewinnt die Wahl nicht alleine jetzt
Jan Schumann: mit seinem Stil, sondern es geht schon auch ums Programm.
Jan Schumann: Auf was setzt die CDU? Was sind die wichtigsten inhaltlichen Punkte bei dieser Wahl?
Michael Bock: Naja, so viel auffällig, dass die CDU in ihrem Wahlprogramm,
Michael Bock: dass Sven Schulze, wie er immer beteuert, wo er jeden Satz mitgeschrieben hat,
Michael Bock: doch sehr deutlich auf das Thema Migration setzt. Und
Michael Bock: da ist im Grunde ganz klar und die Meinung von Sven Schulze,
Michael Bock: nehmen wir einfach mal die Syrer, ein Großteil der Syrer müssen nach Hause zurück.
Michael Bock: Das gilt auch für die Ukrainer, die im Grunde nicht an die Front geschickt werden
Michael Bock: sollen, aber im Grunde ihre Heimat wieder aufbauen sollen. Also da ist er durchaus sehr klar.
Michael Bock: Innenpolitisch, auch zum ersten Mal habe ich jetzt eine Zahl gelesen,
Michael Bock: dass man sagt, 8.000 Polizisten.
Michael Bock: Das ist neu, wir haben im Augenblick glaube ich 6.400. Auch wenn das Ziel unrealistisch
Michael Bock: ist, aus heutiger Sicht 8.000, das kriegt man nicht hin.
Michael Bock: Es scheiden viele aus, es kommen zu wenige nach, aber das sind erstmal klare
Michael Bock: Ansagen und darum nochmal vielleicht zur Persönlichkeit zu sprechen.
Michael Bock: Das ist er auch und das ist im Grunde, wie soll ich sagen, Chance und Risiko bei ihm.
Michael Bock: Er ist ein Machertyp durchaus, aber steht sich manchmal selber im Weg.
Michael Bock: Also er ist so, hoppla, hier komme ich, Typ.
Michael Bock: Also holterdiepolter und jetzt machen wir mal und wer da nicht mitzieht,
Michael Bock: der hat ein schlechtes Leben.
Michael Bock: Also er kann auch durchaus dann ruppig werden und das ist für mich eigentlich
Michael Bock: auch erstaunlich, in der Staatskanzlei, in der er erst seit Januar ist,
Michael Bock: da ist eine, so höre ich das jetzt, zunehmend aus mehreren Quellen eine zunehmend schlechte Stimmung,
Michael Bock: weil er tatsächlich, sage ich mal,
Michael Bock: Mit den Leuten, die Leute nicht so mitnimmt, wie er es machen müsste.
Michael Bock: Und da sitzen natürlich Leute, die seit Jahrzehnten den Job machen und Haseloff
Michael Bock: kannten und das erschwert das.
Jan Schumann: Wen versucht er denn anzusprechen in diesem Wahlkampf? Sind das Leute,
Jan Schumann: die in den letzten Jahren AfD gewählt haben? Sind das Leute in der Mitte?
Jan Schumann: Wen will er erreichen in diesem Wahlkampf?
Michael Bock: Na gut, ich denke schon, dass er den einen oder anderen, der jetzt möglicherweise
Michael Bock: darüber nachdenkt, die AfD zu wählen, noch für sich gewinnen will.
Michael Bock: Und darum will er auch mit dem Programm, ich sagte ja gerade Migration,
Michael Bock: innere Sicherheit, auch ein Schwerpunkt, ein Schwerpunkt, dass das konservative
Michael Bock: Profil wieder schärfen.
Michael Bock: Da hat es, denke ich mal, in den vergangenen Jahren, da hat es dran gelitten.
Michael Bock: Es gab unterschiedliche Koalitionen. Mal waren die Grünen mit drin,
Michael Bock: dann war jetzt die SPD, ist in dem Augenblick mit drin.
Michael Bock: Und in solchen Koalitionen geht viel Profil verloren.
Michael Bock: Und da habe ich den Eindruck, ist er im Wahlkampf wirklich anders unterwegs
Michael Bock: und versucht da wieder, sagen wir mal CDU pur zu verkaufen.
Michael Bock: Ob das hilft, das bleibt abzuwarten. Denn wie gesagt, die Koalitionspartner
Michael Bock: sind ja dieselben und ob die das alles mitspielen, da kommen wir vielleicht
Michael Bock: noch gleich zu. Das muss man sehen.
Michael Bock: Also von daher, ja, er versucht einen strengeren Kurs zu fahren,
Michael Bock: auch deutlicher, als es in Rainer Haselow gemacht hat, der immer der große Moderator
Michael Bock: war, der auch große Verdienste hat.
Michael Bock: Er hat natürlich Koalitionen unterschiedlicher Couleur zusammengehalten,
Michael Bock: wo man sich bis heute wundert, wie das klappte zwischen Grünen und CDU,
Michael Bock: dass das alles hingehauen hat, das ist sein Verdienst.
Michael Bock: Und da ist halt Sven Schulze ein bisschen anders. Ich denke auch möglicherweise,
Michael Bock: zumindest im Programm, das ist ja nur ein Programm, ein Regierungsprogramm,
Michael Bock: wird ja nie hundertprozentig umgesetzt, aber auch klarer und deutlicher.
Jan Schumann: Wir gucken oder wir kommen mal so langsam in die Richtung. Die Landtagswahl
Jan Schumann: kommt, es gibt dann ein paar Ergebnisse und dann hat sich vielleicht auch in
Jan Schumann: den Größenverhältnissen im Landtag etwas geändert.
Jan Schumann: Die Frage, die ja seit Jahren im Raum steht, ist, ob die CDU in irgendeiner
Jan Schumann: Form mit der AfD zusammenarbeiten muss oder kann.
Jan Schumann: Es gibt dazu einen Satzungsbeschluss bei der Bundes-CDU, die die Kooperation verbietet mit der AfD.
Jan Schumann: Trotzdem ist das in Sachsen-Anhalt schon seit Jahren ein Thema,
Jan Schumann: ob das geht oder ob das nicht geht.
Jan Schumann: Deswegen kommen wir jetzt vielleicht mal zum sensibelsten Punkt in dieser ganzen
Jan Schumann: Debatte, nämlich dem Thema CDU, AfD und mögliche Zusammenarbeit.
Jan Schumann: Micha, wenn du es einschätzen müsstest, hält die Brandmauer zur AfD in der CDU-Landespartei
Jan Schumann: oder gibt es da brüchige Stellen?
Michael Bock: Da muss man ja vielleicht zuerst sagen, dieser Unvereinbarkeitsbeschluss,
Michael Bock: auf den du abzielst, aus dem Jahr 2018, glaube ich, ist der schon,
Michael Bock: der bezieht sich ja nicht nur auf die CDU, auf die AfD, sondern auch auf die Linke.
Michael Bock: Insofern muss man immer beide Parteien im Blick behalten.
Michael Bock: Ja, du spielst darauf an, und das ist auch richtig, in der CDU hat es in den
Michael Bock: zurückliegenden Jahren immer wieder Bestrebungen gegeben, nach rechts zu rücken.
Michael Bock: Und da hat der eine oder andere auch mit der AfD geflirtet. Ich erinnere an
Michael Bock: vor Jahren eine Schrift, in der es hieß, dass man das Nationale mit dem Sozialen versöhnen wolle.
Michael Bock: Das hat natürlich einen großen Aufschrei verursacht.
Michael Bock: Also es gab immer wieder Versuche.
Michael Bock: Möchte man meinen, das war vielleicht so damals auch so ein gutes Drittel der
Michael Bock: CDU-Fraktion, die in diese Richtung ging.
Michael Bock: Und vor Ort, da hast du ja im Kommunalen, da hast du schon diese Zusammenarbeit.
Michael Bock: Also wenn es da um ein Dach im Kindergarten geht, wo es durchregnet oder einen
Michael Bock: neuen Sportplatz, da stimmen dann CDU und AfD bei Punkten, wo sie sagen,
Michael Bock: das ist sinnvoll, wie ich meiner Meinung nach auch finde, zu Recht auch miteinander ab.
Michael Bock: Was soll denn das da, im Grunde eine Brandmauer hinzubauen?
Michael Bock: Also das heißt, im Kommunalen, da wird schon ganz anders gehandelt,
Michael Bock: da gibt es keine Brandmauer mehr.
Michael Bock: Und wie gesagt, in Sachsen-Anhalt bei der Landes-CDU, Bundes-CDU ist halt dieser
Michael Bock: Unvereinbarkeitsbeschluss nach wie vor da und der gilt für beide Parteien.
Michael Bock: Im Augenblick sehe ich jetzt keine Bewegungen in der CDU, die sich jetzt in Richtung AfD bewegen.
Michael Bock: Das wäre auch in dem Fall politischer Selbstmord, wenn man jetzt anfangen würde,
Michael Bock: eine solche Debatte anzuzetteln, egal von welcher Seite.
Jan Schumann: Wo steht ein Sven Schulze da?
Michael Bock: Sven Schulze hat sich ganz klar festgelegt. Er hat gesagt, ich möchte an meinem
Michael Bock: Kabinettstisch weder einen Minister, Ministerin der AfD, noch einen Minister,
Michael Bock: Ministerin der Linken. Das steht.
Jan Schumann: Und wenn es jetzt so ist, das, was du schilderst aus der Kommunalpolitik,
Jan Schumann: das sind ja im Grunde Verstöße gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss,
Jan Schumann: wenn es da gemeinsame Abstimmungen gibt.
Jan Schumann: Ist das etwas, was innerhalb der CDU auch für interne Belastungen sorgt?
Jan Schumann: Also gibt es da CDU-Politiker oder Funktionäre, die sagen, das kann ja wohl
Jan Schumann: nicht sein, dass in der Stadt A, B, C es eine Zusammenarbeit gegeben hat mit AfD-Politikern?
Michael Bock: Das war vielleicht vor Jahren so, aber mittlerweile ist es nicht mehr so,
Michael Bock: weil nochmal: Die Leute, die Wähler, die Wählerinnen und Wähler,
Michael Bock: die sagen doch, es ist doch Unfug, wenn es eine vernünftige Idee gibt,
Michael Bock: egal von welcher Partei.
Michael Bock: Und eine andere Partei stimmt dieser Idee nicht zu, weil sie von der vermeintlich falschen Partei kommt.
Michael Bock: Das ist so die Geschichte, wenn heute die Sonne scheint, ich gucke aus dem Fenster,
Michael Bock: wunderbar, können wir beide doch nicht sagen, hier sind dunkle Wolken.
Michael Bock: Also die Wähler, die Wähler, die würden das auch nicht verstehen und das wiederum verstehe ich.
Jan Schumann: Ja gut, Micha, also wenn ich dich jetzt so richtig verstanden habe,
Jan Schumann: dann schließt du es gar nicht unbedingt aus, dass es nach der Landtagswahl irgendeine
Jan Schumann: Art von Kooperationen gibt zwischen CDU und AfD?
Michael Bock: Zwischen CDU und AfD oder aber zwischen CDU und Linken. Also wir haben ja,
Michael Bock: es gibt ja beide Optionen.
Jan Schumann: Kannst du dir vorstellen?
Michael Bock: Es wird meiner Meinung nach, damit sind wir im Grunde ja schon beim entscheidenden
Michael Bock: Punkt, es wird meiner Meinung nach darauf hinauslaufen, in welcher Form auch immer. Warum?
Michael Bock: Punkt eins, im Augenblick haben wir eine Deutschland-Koalition,
Michael Bock: die besteht aus CDU, aus SPD und FDP.
Michael Bock: Für die FDP läutet gerade das Sterbeglöckchen hier im Land.
Michael Bock: Man hofft noch ein bisschen auf Wolfgang Kubicki, der Bundesvorsitzender werden
Michael Bock: möchte, dass man dann nochmal einen Push bekommt.
Michael Bock: Aber im Augenblick sieht es, sage ich mal, recht finster aus für die FDP,
Michael Bock: ob sie nochmal in den Landtag kommt.
Michael Bock: Also gewählt wird am 6. September, soweit sind wir nicht, aber es sieht finster aus.
Michael Bock: Die SPD, auch insofern kann man sehen, wie schnell das einer Volkspartei gehen kann.
Michael Bock: Sie ja sehen, was ich am Anfang erzählt habe. Die standen mal bei 30 Prozent in diesem Land.
Michael Bock: Jetzt sind sie bei 6 bis 8 Prozent. Jetzt müssen sie Angst haben,
Michael Bock: überhaupt in den Landtag zu kommen.
Jan Schumann: Haben manche schon wieder vergessen. Die SPD hat beim Bundestagswahlkampf...
Jan Schumann: Wann kam die Ampel? 2021 hat die SPD den Bundestagswahlkampf in Sachsen-Anhalt gewonnen.
Michael Bock: So ist das. Und nochmal, das müsste auch Warnung, darum nochmal ganz zum Anfang
Michael Bock: zurück, Warnung für die doch etwas schläfrige CDU sein hier im Augenblick.
Michael Bock: Kurzum will ich nur sagen, du wirst für eine Deutschland-Koalition,
Michael Bock: die eigentlich jeder will, daraus sagt jeder, wir möchten das fortsetzen und
Michael Bock: und und, aber das ist, sag ich mal, das, was man sagen muss wahrscheinlich als Politiker jetzt.
Michael Bock: Dafür wirst du aus heutiger Sicht, und ich denke auch, dafür wirst du keine
Michael Bock: Mehrheit mehr bekommen.
Michael Bock: Das heißt, dann haben wir eine CDU, die möglicherweise vor der Wahl steht,
Michael Bock: mit der SPD eine Minderheitsregierung zuzubilden.
Michael Bock: Und dann ist die Frage, wie geht es denn dann weiter? Dann haben wir vielleicht
Michael Bock: noch zwei, drei Parteien, die Grünen, über die haben wir noch gar nicht gesprochen,
Michael Bock: auch für die wird es sehr eng, die haben es im Osten, sage ich mal,
Michael Bock: ohnehin schwer, sind auch bei drei Prozent.
Michael Bock: Also das sieht auch, sage ich mal, nicht so doll aus. Also es kann durchaus
Michael Bock: sein, dass wir dann ein wirklich auf vier Parteien geschrumpftes Parlament nur noch haben.
Michael Bock: Dann hast du also in der Opposition noch Linke und AfD und wer toleriert dann die CDU?
Jan Schumann: Über die AfD haben wir schon gesprochen, was da das Problem ist.
Jan Schumann: Eine Partei, die vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft ist,
Jan Schumann: schon seit Jahren in Sachsen-Anhalt und dass es da Probleme gibt in der CDU
Jan Schumann: mit solchen Politikern zusammenzuarbeiten, das ist bekannt.
Jan Schumann: Warum schließt die CDU kategorisch eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei aus?
Michael Bock: Naja, weil auch das die CDU zerlegen würde, bin ich ganz sicher.
Jan Schumann: Warum? Was ist das Problem?
Michael Bock: Das Problem ist, dass die Linke natürlich eine ganz andere Gesellschaftspolitik
Michael Bock: verfolgt. Sie will ein anderes System.
Michael Bock: Dann hast du natürlich in der CDU, das geht auch aus dem Unvereinbarkeitsbeschluss
Michael Bock: hervor, noch starke Befindlichkeit.
Michael Bock: Man sieht, die Linke ist zwar 30, 35 Jahre her.
Michael Bock: Man sieht sie immer noch als die SED-Nachfolge mit Mauertoten und und und.
Michael Bock: Also das steckt ganz, ganz tief in der CDU drin.
Michael Bock: Und ich bin überzeugt, ich bin überzeugt, wenn die CDU sich darauf einlassen
Michael Bock: würde, sich nur von der Linken tolerieren zu lassen, wenn es denn so sein sollte,
Michael Bock: das wird die CDU zerschreddern. Das wird der CDU nicht gut tun.
Michael Bock: Das könnte meiner Meinung nach dazu führen, dass die CDU in zwei,
Michael Bock: drei, vier Jahren hier brandenburgerische Verhältnisse hat bei 12,
Michael Bock: 13, 14 Prozent und das liegt, weil ihr das die eigenen Wähler nicht verzeihen.
Michael Bock: Also ich habe jetzt schon wirklich aus CDU-Kreisen gehört, da gibt es wirklich
Michael Bock: in den Kreisen CDU-Mitglieder, die jetzt schon sagen, wenn es soweit kommt,
Michael Bock: dann treten wir aus aus der CDU.
Michael Bock: Also das wird die CDU wirklich sehr, sehr belasten.
Michael Bock: Ich ahne schon deine nächste Frage jetzt.
Jan Schumann: Das weiß ich nicht. Wir machen beide seit Jahren Politikberichterstattung in
Jan Schumann: Sachsen-Anhalt und wir wissen beide, dass es natürlich durchaus so gewesen ist,
Jan Schumann: dass es Zusammenarbeiten gab zwischen CDU und Linkspartei.
Jan Schumann: Jetzt gerade ganz frisch eine Parlamentsreform durchs Parlament bekommen,
Jan Schumann: auch mit der Linkspartei zusammen.
Jan Schumann: Da gab es gar keine Probleme. Zumindest nicht, dass wir das wissen.
Jan Schumann: Es gibt zwar diesen Unvereinbarkeitsbeschluss, aber das ging glatt durch.
Jan Schumann: Vor fünf Jahren gab es auch schon eine Parlamentsreform, auch CDU und Linke
Jan Schumann: dabei gewesen und andere Beispiele.
Jan Schumann: Gibt es denn in der CDU nicht auch Funktionäre, Politiker, die sagen, mit dieser Linkspartei,
Jan Schumann: die teilen zwar nicht 100 Prozent unser Weltbild, aber mit denen kann ich zusammenarbeiten.
Michael Bock: Die wird es geben, aber genauso viele wird es geben, die sagen würden,
Michael Bock: wir liegen in vielen Positionen der AfD näher.
Michael Bock: Die wird es geben. Sven Schulze selbst, ich sag mal so, das ist die Igitt-Frage.
Michael Bock: Da antwortet er ja nie drauf.
Jan Schumann: Das ist ja häufig auch die Igitt-Antwort am Ende.
Michael Bock: Ich sag mal, die Igitt-Antwort, das wäre es. Also egal, was er sagen würde,
Michael Bock: es würde ihm auf die Füße fallen.
Michael Bock: Insofern versucht er da, auch wenn er immer wieder versucht wird,
Michael Bock: ihn zu grillen. Wir haben es auch versucht, aber er zieht sich immer darauf
Michael Bock: zurück. Dazu sagt er gar nichts.
Michael Bock: Und er geht davon aus, die Wahlumfragen sind Momentaufnahmen und die CDU,
Michael Bock: die wird das noch wuppen. Und das ist alles kein Problem.
Michael Bock: So wird es nicht sein, aber das muss er sagen. Also er beantwortet diese Frage einfach nicht.
Michael Bock: Was ich auch für problematisch halte, weil natürlich die Wählerinnen und Wähler
Michael Bock: vor einer Wahl eigentlich schon wissen wollen, wo sie dran sind.
Michael Bock: Sie wollen nicht die Katze im Sack kaufen.
Michael Bock: Und von daher, er hält sich das offen. Er hält sich das offen.
Michael Bock: Und wenn du mich fragst, du gehst ja schon ein bisschen wirklich sehr in die
Michael Bock: Richtung, mit der Linken könnte es ganz gut gehen, mag ja auch sein.
Michael Bock: Aber ich denke mal, die CDU aus meiner Sicht wäre gut beraten,
Michael Bock: wenn es zu einer Minderheitsregierung kommt, Igitt-Wort, dann auf wechselnde
Michael Bock: Mehrheiten zu setzen. Und da muss man sehen, was passiert.
Michael Bock: Das kann hoch, hoch spannend werden. Es kann gut sein, dass die Linke dann sagt,
Michael Bock: sobald ihr einmal mit der AfD stimmt, sind wir raus.
Michael Bock: Also das ist alles offen, das ist alles offen.
Michael Bock: Klar ist nur, also das werden so schwierige Verhandlungen, wie es das Land noch nicht erlebt hat.
Jan Schumann: Aber ich verstehe dich richtig, du siehst es so, das muss eine Option sein für
Jan Schumann: die CDU, beziehungsweise du kannst dir vorstellen, dass am Ende genau diese
Jan Schumann: Frage dann steht, Minderheitsregierung, nur noch das Wie muss entschieden werden.
Michael Bock: Also im Augenblick, Jan, muss ich tatsächlich sagen, gehe ich schon davon aus,
Michael Bock: in der CDU geht mal in die Richtung, jetzt erstmal auf die Linke zu setzen. Die Linke selbst...
Michael Bock: Die steht dazu bereit. Wie ich so höre, gibt es bei der Linken sogar Überlegungen
Michael Bock: oder eigentlich sogar den Wunsch, in die Regierung einzusteigen,
Michael Bock: weil man sagt, wenn ihr uns schon braucht, dann auch richtig,
Michael Bock: dann wollen wir auch Ministerinnen und Minister stellen.
Michael Bock: Da hat sich Sven Schulze derzeit festgelegt man weiß nie wie es kommt nach einer
Michael Bock: Wahl natürlich und du hast zu Recht ja auch die Parlamentsreform die ja letzte Woche
Michael Bock: beschlossen wurde angeführt da haben im Grunde alle Parteien im Grunde außer
Michael Bock: der AfD diese Parlamentsreform beschlossen um halt die Demokratie wie sie es
Michael Bock: dann noch sagen krisenfest zu machen und nicht zuzulassen dass die AfD nach
Michael Bock: einer Wahl dann auch möglicherweise bestimmte Sachen blockiert also insofern klar
Michael Bock: Im Augenblick denke ich schon, es geht in Richtung Linke.
Michael Bock: Nur nochmal, wenn du mich fragst, ich glaube, die CDU wäre schlecht beraten,
Michael Bock: sich da einseitig festzulegen.
Michael Bock: Also ich fände nach wie vor interessanter, spannender für die CDU,
Michael Bock: auf wechselnde Mehrheiten zu setzen.
Michael Bock: Mit dann natürlich auch allen möglichen Konsequenzen und Verwerfungen.
Michael Bock: Es wird spannend. Ich sage mal so, egal was du machst, du hast die Wahl zwischen
Michael Bock: Sküller und Scharybdis.
Michael Bock: Es wird nicht einfach. Es wird nicht einfach.
Jan Schumann: Wir sind jetzt schon sehr tief reingegangen. Es sind im Grunde schon auch Rechenspiele,
Jan Schumann: die wir jetzt machen. Was kann sein nach so einer Landtagswahl?
Jan Schumann: Bisschen mehr als vier Monate sind es noch bis dahin.
Jan Schumann: Aber am Ende, ich verstehe dich so, kann sich durchaus auch die Zukunft der
Jan Schumann: CDU an dieser Landtagswahl entscheiden in irgendeiner Form.
Jan Schumann: Deswegen, Micha, jetzt vielleicht nochmal als letzten Abschnitt bei uns oder als letztes Kapitel.
Jan Schumann: Was steht denn für die CDU auf dem Spiel bei der Landtagswahl?
Jan Schumann: Was kann sie vielleicht auch gewinnen?
Michael Bock: Alles. Es steht alles auf dem Spiel. Sie kann auch alles oder viel gewinnen.
Michael Bock: Es steht alles auf dem Spiel.
Michael Bock: Wie ich eben schon sagte, wenn es schlecht läuft, steht die CDU im Jahr 2031
Michael Bock: bei der nächsten Landtagswahl bei 10, 12, 13, 14 Prozent.
Michael Bock: Kann passieren. Muss nicht passieren, aber die Verhältnisse sind so,
Michael Bock: dass für die CDU, sag ich mal, es im Augenblick überhaupt nicht gut läuft.
Michael Bock: Sie steckt einfach in einem strategischen Dilemma und da rauszukommen,
Michael Bock: da brauchst du gute Verhandlungsführer und da wird es auch wahrscheinlich ein
Michael Bock: bisschen menscheln und die Linke wird versuchen, den Fuß in die Tür zu bekommen,
Michael Bock: die AfD vielleicht auch.
Michael Bock: Vielleicht wird die AfD dann sagen, wir ziehen so ein paar von unseren Hardlinern
Michael Bock: jetzt aus der ersten Reihe zurück.
Michael Bock: Ich nenne einfach mal den Namen Hans-Thomas Tilschneider, Chefideologe und mache
Michael Bock: uns damit ein bisschen bereiter für die CDU. Das kann alles passieren.
Michael Bock: Also da ist ganz, ganz viel in Bewegung. Da wird auch hinter den Kulissen ganz,
Michael Bock: ganz viel bei Linken, bei AfD überlegt, wie man es machen kann.
Michael Bock: Von daher, es kann für die CDU einigermaßen gut ausgehen, aber so richtig gut ausgehen wird es nicht.
Jan Schumann: Michael, wenn ich jetzt in anderen Bundesländern nachfrage, Sachsen-Anhalt spielt
Jan Schumann: dann meistens nicht ganz so eine große Rolle.
Jan Schumann: Es ist ein sehr kleines Bundesland, 2,1 Millionen, bezieht sich ja auf die Zahl
Jan Schumann: der Einwohner hier in Sachsen-Anhalt.
Jan Schumann: Aber kann es nicht auch sein, dass diese Landtagswahl für die Bundes-CDU am
Jan Schumann: Ende auch eine sehr wichtige Rolle spielt für die Entwicklung?
Michael Bock: Mit Sicherheit, mit Sicherheit. Man sagt immer, dass auch Bundestagswahlen im
Michael Bock: Osten entschieden werden.
Michael Bock: Also insofern du hast recht, wir sind ein kleines Land, aber von der Außenwirkung
Michael Bock: her, was jetzt hier passiert, auch mit dieser, sag ich mal, doch sehr,
Michael Bock: sehr starken AfD, die die Chance hat, durchaus die Chance hat,
Michael Bock: ich halte das für möglich,
Michael Bock: hier stärkste Kraft im Land zu werden, nicht nur stärkste Kraft zu werden,
Michael Bock: sondern sogar eine Alleinregierung zu bilden.
Michael Bock: Da schaut ganz Deutschland, da schaut Europa, da schaut vielleicht sogar die ganze Welt drauf.
Michael Bock: Weil man natürlich schaut, gibt es dann hier den ersten blauen Punkt auf der
Michael Bock: bundesdeutschen Karte.
Michael Bock: Zwei Wochen später wird Mecklenburg-Vorpommern gewählt. Auch da steht viel auf
Michael Bock: dem Spiel. Auch da ist die AfD stark.
Michael Bock: Also von daher wird das in Berlin extrem genau beobachtet.
Michael Bock: Das Problem nur für die CDU hier ist, Berlin beobachtet sehr genau,
Michael Bock: aber Berlin liefert nicht.
Michael Bock: Also das heißt, was aus Berlin jetzt an Rückendeckung für die CDU kommen müsste, das passiert nicht.
Michael Bock: Man hat ja fast den Eindruck, das ist ja eine Wiederauflage der gescheiterten
Michael Bock: Koalition unter Scholz und die Popularitätswerte von Merz unterbieten die noch.
Michael Bock: Hätte ich nie für möglich gehalten.
Michael Bock: Also das ist ja Wahnsinn, dass man da noch runter geht. Limbo.
Jan Schumann: Also die Bundespolitik geschadet eher der CDU hier im Wahlkampf?
Michael Bock: Im Augenblick ja. Ich meine auch Sven Schulze pocht ja immer auf Hilfe aus Berlin.
Michael Bock: Auch er versucht das schon in Teilen. Sieh mal diese unsägliche 1000 Euro Prämie,
Michael Bock: die da den Unternehmen aufgebürdet werden sollte. Völliger Unfug.
Michael Bock: Da geht er auch auf Distanz zu Berlin und sagt, das geht alles gar nicht.
Michael Bock: Also er versucht schon ein bisschen Abstand zu gewinnen.
Michael Bock: Aber allein auf Berlin zu zeigen, wird ihm natürlich auch nicht reichen,
Michael Bock: um weiter nach vorne zu kommen.
Jan Schumann: Also wir sehen alles zusammengenommen. Sven Schulz als Spitzenkandidat,
Jan Schumann: das Programm der CDU, die ganze Brandmauer-Debatte, die wir jetzt durchgenommen haben.
Jan Schumann: Da wird vieles auf dem Spiel stehen und viel entschieden jetzt im September bei der Landtagswahl.
Jan Schumann: Am Ende wie immer dieses Podcastes, Micha, habe ich drei Abschlussfragen für
Jan Schumann: dich. Das ist so ein Ritual, was wir hier haben.
Jan Schumann: Wenn du es kurz beantworten müsstest, was sind für dich die entscheidenden Themen im Wahljahr 2026?
Michael Bock: Ich denke mal für die Menschen ist das entscheidende Thema Wirtschaft.
Michael Bock: Wirtschaft, Energie, hohe Kosten, Inflation. Wir müssen nicht über die Tankstellenpreise reden.
Michael Bock: Da wären die 17 Cent, ich hoffe mal, dass die tatsächlich dann auch beim Bürger
Michael Bock: ankommen. Habt ihr so meine Zweifel? Das ist ein großes Thema.
Michael Bock: Migration bleibt auch ein Thema mit Sicherheit. Das ist also das Thema auch
Michael Bock: der AfD, die da mit einem doch recht gruseligen Programm Stimmung macht.
Michael Bock: Also wenn mir das erlaubt, im Grunde könnte die AfD statt eines Sachsen-Anhalt modern denken.
Michael Bock: Damit werben wir ja ein Schild an der Landesgrenze aufstehen,
Michael Bock: ausländerunerwünscht willkommen in Sachsen-Anhalt.
Michael Bock: Herzlichen Glückwunsch Fachkräfte und so weiter und so fort.
Michael Bock: Also von daher Migration bleibt ein Thema, Bildung ein wichtiges Thema.
Michael Bock: Und dann, was ich ganz am Anfang gesagt habe, und das ist, aber immer so am
Michael Bock: Rande wird das betrachtet, aber das ist ein ganz zentrales Thema der Bevölkerungsrückgang.
Michael Bock: Nochmal, wenn wir in den nächsten Jahrzehnten nochmal 15 Prozent,
Michael Bock: das sind so die Prognosen bis 2040, 15 Prozent unserer Bevölkerung verlieren,
Michael Bock: dann bekommen wir nicht nur weniger Geld aus dem Finanzausgleich,
Michael Bock: dann haben wir auch riesige Probleme, wirklich die Fachkräfte zu bekommen und überhaupt zu haben.
Michael Bock: Und wenn du immer weniger Menschen hast, die Geld verdienen,
Michael Bock: dann wird das richtig schwierig.
Michael Bock: Also dieses Thema Demografie, das ist entscheidend fürs Land und wir sind halt
Michael Bock: ein Land mit einem Durchschnittsalter von 48, alternden Bevölkerung.
Michael Bock: Das wird uns ganz, ganz große Probleme machen.
Jan Schumann: Micha, wenn du es kurz nochmal beantworten müsstest, wir haben schon drüber
Jan Schumann: gesprochen. Inwiefern ist das eine Schicksalswahl?
Michael Bock: Ja, Schicksals war so ein großes Wort, da denke ich auch so an den Herrn der
Michael Bock: Ringe, ja, der Schicksalsberg, der Ring, der reingeworfen wird.
Michael Bock: Ich würde eher von einer Richtungswahl sprechen.
Michael Bock: Wollen wir, will das Land, wollen die Bürger eine AfD-Alleinregierung,
Michael Bock: die im Grunde das Land, wie sie selber sagt, völlig umkrempeln würde in der
Michael Bock: Kultur, in der Wissenschaft, in der Migration,
Michael Bock: die das Land mit Sicherheit aus meiner Sicht in eine Außenseiterposition rücken würde.
Michael Bock: Wie wären dann die Parias in der Bundesrepublik, bin ich überzeugt.
Michael Bock: Oder will man weiter mit einer Regierung aus der Mitte regiert werden,
Michael Bock: die dann doch schon für Verlässlichkeit und Kontinuität steht.
Michael Bock: Aber wir haben es eben besprochen, diese Regierung in der Mitte zu finden,
Michael Bock: das wird ganz, ganz schwer.
Jan Schumann: Was wäre heute deine Prognose? Wo steht Sachsen-Anhalt am Ende dieses Kalenderjahres?
Michael Bock: Naja, ich bin nur froh, dass am Ende eines solchen Kalenderjahres über Weihnachten
Michael Bock: ist, dass da vielleicht ein bisschen der Weihnachtsfriede dann auch zündet.
Michael Bock: Aber ich bin überzeugt, nach dem 6. September wird es hier richtig abgehen.
Michael Bock: Da wird es hier richtig abgehen und es werden ganz, ganz turbulente Zeiten bei
Michael Bock: der Regierungsbildung.
Michael Bock: Wie wird das alles laufen? Die Wirtschaftslage des Landes, wir haben auch eben
Michael Bock: kurz darüber gesprochen, auch da bricht ja ganz, ganz viel weg.
Michael Bock: Also ich bin da nicht so zuversichtlich, was so bis Ende des Jahres passiert.
Michael Bock: Ich stelle mich da auf ganz, ganz große Herausforderungen ein und tatsächlich
Michael Bock: auch auf sehr, sehr turbulente Zeiten.
Jan Schumann: Micha, danke, dass du hier warst. Danke für deine Antworten.
Jan Schumann: Das war die zweite Folge von 2,1 Millionen, dem Politik-Podcast für Sachsen-Anhalt.
Jan Schumann: In den Shownotes haben wir euch einige Sachen zusammengestellt,
Jan Schumann: unter anderem die bislang vorliegenden Wahlprogramme der Parteien und ein Interview
Jan Schumann: mit Sven Schulze. Wenn euch der Podcast gefallen hat, abonniert ihn und schickt
Jan Schumann: ihn an jemanden, dem Politik in Sachsen-Anhalt wichtig ist.
Jan Schumann: Jetzt seid ihr dran. Was sind die Themen, die euch wirklich beschäftigen?
Jan Schumann: Was sollen wir uns genauer anschauen?
Jan Schumann: Schreibt uns an podcast@volkstimme.de.
Jan Schumann: Wir lesen alles.
Jan Schumann: In der nächsten Folge schauen wir auf die AfD.
Jan Schumann: Dazu begrüßt euch dann Lena Bellon. Wir sind insgesamt vier Gastgeber bei 2,1
Jan Schumann: Millionen, zwei Frauen, zwei Männer aus Sachsen-Anhalt.
Jan Schumann: Wenn ihr Sachsen-Anhalt außerdem täglich im Blick behalten wollt,
Jan Schumann: unser Newsletter Update Sachsen-Anhalt fasst jeden Tag die wichtigsten Themen kompakt zusammen.
Jan Schumann: Kostenlos bei Mitteldeutscher Zeitung und Volksstimme.
Jan Schumann: Danke fürs Zuhören und bis zur nächsten Folge bei 2,1 Millionen.
Jan Schumann: Das Team hinter dem Podcast, Redaktion Frank Rugulis, Mitarbeit Frank Krause,
Jan Schumann: Til Gerloff, Grafik Tobias Büttner.
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