Ist für AfD das Ende des Wachstums erreicht? Mit Marc Rath

Shownotes

41 Prozent für die AfD. Fünf Wochen vor der Landtagswahl sorgt eine neue Umfrage für Gesprächsstoff in Sachsen-Anhalt.

In dieser Folge von "2,1 Millionen" analysieren Host Jan Schumann und MZ-/Volksstimme-Chefredakteur Marc Rath die neuesten Zahlen: Warum liegt die AfD so deutlich vorne? Weshalb verliert die CDU weiter an Boden? Und warum könnte die Regierungsbildung nach der Wahl trotzdem komplizierter werden als viele denken?

Außerdem geht es um die wachsende Unzufriedenheit mit der Landesregierung, die wichtigsten Sorgen der Sachsen-Anhalter, die Rolle von Migration und Rechtsextremismus im Wahlkampf sowie die Frage, ob die AfD ihr Potenzial bereits ausgeschöpft hat.

Neue Umfrage:

https://www.mz.de/wahl/landtagswahl-sachsen-anhalt/umfrage-trend-kleine-parteien-afd-cdu-4293509

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🎙️ Spitzengespräche mit den Kandidaten:

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00:00:00: Wenn

00:00:00: ich mir Ihre Personen hier vorstelle,

00:00:02: dann wäre das eigentlich ein Grund für mich,

00:00:03: da rührt nachzudenken, ob ich in diesem Land weiter meine Heimat sehe.

00:00:07: Ja wir erleben jetzt im März, im Jahr-Zweißen-Sechsundzwanzig Geschichte und den wenigen Jahren wird man auf diese Zeit zurückblicken und das genau so einordnen!

00:00:14: Wenn wir, meine Damen und Herren, den Kampf um unsere Demokratie gewinnen wollen, dann müssen wir

00:00:18: die Herzen wieder zurückgewinnen.

00:00:20: Wir werden unsere Kultur nicht Nationalisten oder identitären Ideologen überlassen.

00:00:28: der Politik-Podcast von Mitteldeutscher Zeitung und Volksstimme.

00:00:32: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von zwei Kommaens Millionen!

00:00:35: Für diese Sendung haben wir ein topaktuelles Thema mitgebracht, denn wir schauen uns die neue Wahlumfrage zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt an.

00:00:42: Dazu begrüße ich hier im Studio von zwei Komaens Millionen Marc Radt, Chefredakteur von MZ und Volkstimme.

00:00:47: Hallo Marc

00:00:48: Hallo Jan.

00:00:49: Marc, du hast schon im Mai hier im Podcast die letzte Umfrage, die wir hatten ausgewertet und mir ist deine Aussage Erinnerung geblieben dass du nicht glaubst das die AfD es schafft eine eigene Mehrheit zu bekommen im Landtag.

00:01:00: jetzt lass uns einmal auf die neuen Zahlen schauen und danach am zweiten Teilen podcast gehen wir in die Analyse.

00:01:06: also die neuen zahlen in der umfrage sehen so aus Die AfD kommt als stärkste Kraft auf einundvierzig Prozent.

00:01:12: dahinter ist die CDU mit auf Platz drei ist die Linke mit dreizehn Prozent und dahinter kommt dann die SPD mit sieben Prozent.

00:01:21: Die Grünen wären auch im Landtag mit fünf Prozent, nicht im Landtag wäre das PSW mit vier Prozent und auch nicht die FDP, die in der Kategorie anderer

00:01:30: Parteien ausgewiesen wird.

00:01:32: Marc was sind aus deiner Sicht die wichtigsten Trenden dieser neuen Umfrage?

00:01:37: Fangen wir vielleicht mal damit an wer sind aus einer Sicht die Gewinner?

00:01:40: Also die Gewinner sind auf jeden Fall die Grünen, weil sie auch wenn man den Mai oder auch den September das sind ja die beiden anderen Wellen, die wir bisher hatten nehmen haben sich von drei auf fünf Prozent gesteigert also können wieder im Landtag sein.

00:01:54: Und Gewinner und Verlierer zugleich ist doch die AfD, weil Sie weiterhin auf einem sehr stabilen Plateau noch einen sehr hohen Plateau.

00:02:01: einvierzig Prozent Das ist ein Ergebnis, wenn das am sechsten September so ausginge noch nie in den dreißig Jahren der Geschichte dieses Landes eine Partei erreicht hat.

00:02:13: Aber wenn man zusammenzählt, die Parteien, die jetzt im Landtag sind hat sich die AfD.

00:02:17: trotz dieses stabilen Ergebnisses ist die Chance auf eine Mehrheit gesunken.

00:02:21: Denn wir hatten in der Maierhebung mit den Parteien dem Landtag kamen fortyfünf Prozent gegenüber ein viertzig von der AfD.

00:02:28: Jetzt haben wir dadurch dass sie Grünen reingekommen sind Die Linke leicht gewonnen CDU verloren hat aber einen neunvierzig Prozent damit es eine angestrebte absolute Mehrheit der AfD, doch noch mal ein Stückchen in die Ferne gerückt.

00:02:40: Auch wenn man sagen muss das ist ein erster Trend es sind noch fünf Wochen und es kann auch so einiges passieren.

00:02:45: Wer sind die Parteien, die sich im Gegensatz zu den Gewinnern eher Sorgen machen müssen, wenn sie diese neue Umfrage jetzt sehen?

00:02:51: Also dramatisch ist es am Ende, wenn man so nimmt für beide Volksparteien, so sieht das oder vor allem die SPD es noch ist.

00:02:58: Sieben Prozent ist kein Ergebnis, das an der Volkspartei würdig ist.

00:03:01: Das ist halt wirklich eine Kleinpartei geworden in Sachsen-Anhalt und aus diesem Ghetto kommt sie auch nicht raus.

00:03:06: Es gab mal vor einem halben Jahr das Ziel des schwitzen Kandidaten, das Ergebnis von acht Prozent zu verdoppeln.

00:03:12: Diese Zahl nimmt dort keiner mehr in den Mund und die CDU hat am Ende weiter an Boden verloren.

00:03:19: insgesamt im Vergleich zu einem Jahr drei Prozentpunkte.

00:03:22: Das ist eigentlich das, was normalerweise an der Ministerpräsidentenpartei nicht passiert.

00:03:26: Die steigt eigentlich hier, fällt sie aber, da werden wir glaube ich in der Analyse gleich noch drauf kommen.

00:03:30: Gibt

00:03:30: es sonst noch irgendwas, was dir jetzt besonders ins Auge gefallen ist bei den neuen Zahlen?

00:03:34: Also man sieht natürlich, dass ein viertig Prozent die dann AfD präferieren auch dafür sorgen, dass natürlich einen Ulrich Siegmann gute Werte hat und dass auch die Partei selber an Kompetenzwerten gewinnt.

00:03:46: Das lässt sich eben mit dem hohen Ergebnis auch erklären, weil die Ergebnisse werden auch zeigen.

00:03:51: Auch da können wir vielleicht noch näher darüber reden dass Anhänger der anderen Parteien doch eine klare Grenze zur AfD aufmachen.

00:03:56: Wir

00:03:57: haben ja noch andere Sachen abgefragt.

00:03:58: das sind jetzt nicht nur die Wahlpräferenzen.

00:04:00: Wir wollten auch wissen in der Umfrage zum Beispiel wie zufrieden die Menschen mit der aktuellen Landesregierung sind.

00:04:05: Die aktuelle Landesregierung sind CDU SPD und FDP.

00:04:08: Die regieren seit fünf Jahren in Sachsanhalt und werden das auch weiterhin machen bis zum sechsten September.

00:04:14: Jetzt sagen nur zwei Prozent der Befragten.

00:04:16: Sie sind sehr zufrieden, siebenundzwanzig Prozent sagen zumindest sie sind zufriedene.

00:04:21: also das ist insgesamt neunundzwantig Prozent.

00:04:23: es ist ein sehr niedriger Wert soweit kann man jetzt schon mal gehen.

00:04:25: Achtendreißig Prozent sagt dagegen sie sind weniger zufriedener und achtundzwanzig Prozent also mehr als ein Viertel ist gar nicht zufriedenen was bedeutet dass aus deiner Sicht wenn das jetzt die Werte für der aktuellen Landesregierung sind

00:04:37: Das ist erst mal das drittschecheste Ergebnis in den ganzen Erhebungen im Land, weil nur in Berlin – das kann man ja mit dem Wort Chaos bezeichnen und in Brandenburg hatten wir glaube ich eh nicht chaotische Verhältnisse in den vergangenen Monaten die so einen Rotum überschattet haben.

00:04:49: In Sachsen-Anhalt einerseits ruht sich die Deutschlandkoalition sehr gerollschluss zu regieren und so agieren auch die Wähler.

00:04:56: Da findet eben nicht so viel Sicht bei Stadt und man muss einfach diese Situation sehen vor der wir stehen.

00:05:01: Wir haben leerer Mangel.

00:05:02: Wir haben zu wenig Polizisten, zu wenig Ärzte auf dem Land.

00:05:05: die Wirtschaftssituation ist schwierig.

00:05:07: Einiges kann es von der Landesregierung ändern ein anderes auch nicht.

00:05:09: aber insgesamt ist eben diese Situation vor dir.

00:05:12: wir stehen eben von was Landespolitik angefangen von großer Skepsis geprägt und das zeigt doch diese Umfrage.

00:05:17: Es ist auch bemerkenswert du hast es ja angesprochen es gibt da Vergleiche zum anderen Bundesländern.

00:05:21: es ist auch überhaupt nicht überall so dass mehr unzufriedener als zufriedener gibt mit der Landesregierung.

00:05:27: Das war auch ehrlich gesagt vor fünf Jahren schon anders Anhalt, da gab es auch glaube ich mehr zufriedener als unzufriedener.

00:05:33: Also auch schon dass es überhaupt dieses Gefälle gibt das ist auch schon bemerkenswert.

00:05:37: Zumal es glaube ich gar nicht so ist dass man der Landesregierung hier riesengroße Schnitzel vorwerfen kann.

00:05:43: bei der Bundesregierung wäre das aktuell vielleicht anders.

00:05:45: Ich weiß gar nicht ob man hier vergleichbar große Fehler der Landesregierung finden

00:05:48: würde Das stimmt.

00:05:49: Ich glaube aber, dass das zum einen natürlich auch vom Bundestrend überschattet wird weil wir hier beschäftigen uns auch in diesem Podcast, ihr in eurer Arbeit täglich mit Landespolitik.

00:05:57: Wir geben den auf vier Raum.

00:05:59: Aber ihr merkt selber oder wenn man jetzt an Wahlkampfständen hört Dass eigentlich alle sehr stark nach Berlin gucken was da gerade passiert ist.

00:06:07: Ansonsten die Situation des Landes ist eben nicht vergleichbar mit Ende der neunziger Jahre.

00:06:11: Aber wenn man die Werte sieht, da gab es auch so eine, man kann fast schon sagen, kollektive Depressionen.

00:06:16: Das führt normalerweise auch zu einem Regierungswechsel und sind auch diese einen Vierzeprozent der AfD erklärbar.

00:06:23: das Problem ist nur in Anführungsstrichen Probleme.

00:06:25: Der Regierungswechsel kann nicht so einfach stattfinden weil sich eine AfD ja auch sehr bewusst, sehr isoliert und in ihren extremen Positionen so abgrenzt dass sie keiner Verbündete hat.

00:06:36: Wie das genau ist, schauen wir uns gleich nochmal an.

00:06:39: Was interessiert die Sachs-Anhalter überhaupt?

00:06:40: Wir wollten wissen, dass wichtigste Thema Migration danach kommt Bildung und Wirtschaft.

00:06:45: für dich überraschend, dass es immer noch diese Reihenfolge ist.

00:06:48: oder hast du das so erwartet in der Form?

00:06:50: Ich

00:06:50: habe es erwartet als das Migrationsthema A hier nicht so virulent ist wie in großen Städten, in großen Regionen mit hohen Bevölkerungsdichte.

00:07:02: Insofern ist da auch trotz der Umfrage, die er gerade während der Tage stattgefunden hat wo es den Anschlag auf das CSD-Treffen in Berlin gab.

00:07:13: Luft nach oben in Anführungsstrichen war für mich in über zwei Punkte dabei interessant.

00:07:17: Das erste, das wer sich auf den vierten Platz geschoben hat ist Rechtsextremismus und Populismus und die Angst davor.

00:07:22: Dass es mit den Prozenten, die da sind auch nochmal insofern zu sehen, dass ja bei einer der befragten nämlich bei den AfD-Anhängern – und das sind ja eben erklärtermaßen halt hier viele – da ein Strich ist?

00:07:32: Da habe keiner gesagt, da hab ich Angst vor!

00:07:34: Das heißt, bei den anderen Anhängern ist das wesentlich höher.

00:07:36: also, dass ein Thema stark in Fokus kommt.

00:07:39: Bei dem Thema Migration Noch bemerkenswert finde ich, dass gerade jüngere Menschen die unter vierunddreißigjährigen dies sehr hoch angegeben haben.

00:07:47: Das ist der höchste Wert dem man in den ganzen Zahlen findet.

00:07:50: Angst vor Migrationen von den achtzehn bis vierunddreizigjährigen.

00:07:52: Die erhöchste gemessene Zahl bei all den Anforder- und Optionen, die es da gab.

00:07:56: Letztes

00:07:56: kleines Kapitel zum Thema Zahlen.

00:07:58: Es gibt auch zufriedenheitswerte mit den Spitzenkandidaten.

00:08:01: Ul Risikmund von der AfD schneidet da plötzlich muss man sagen relativ stark ab also stärker als Scholzer Der Leute, die sagen mit dem sind sie zufrieden und Schulze liegt bei neunundzwanzig Prozent also deutlich dahinter.

00:08:14: Was sagt ja das?

00:08:15: Wie findest du das?

00:08:17: Also was man beiden zugutehalten muss, diese Erhebung gab es letztens mal vor einem Jahr.

00:08:20: beide haben stark aufgeholt.

00:08:22: Der St.

00:08:22: Schulze ist gut ein Drittel bekannter geworden, Ulrich Sieckmann sogar hat fünfzig Prozent zugelegt – ja er liegt!

00:08:29: Da sind wir wieder bei den einen Vierzig Prozent.

00:08:30: die Schlagen überall halt doch durch und wenn man sich das mal dann in Relationen zur Parteipräferenz anguckt, sind natürlich fünfein dreißig gegenüber einen vierzig jedenfalls nicht einen vierzig während bei St.

00:08:43: Der zieht halt wesentlich mehr auch noch in andere Lager, die wiederum auch verhältnismäßig klein sind.

00:08:48: Denn das ist, wenn man den zweiten Blick auf diese Zahlen wirft, auch klar zu erkennen Ulrich Siedmund ist bei den Anhänger der anderen Parteien weitgehend im einstädigen Bereich was Kompetenz und Sympathie-Werte angeht.

00:09:00: Das ist dein Schulzepunkt dort auch sehr.

00:09:02: Wir gehen in die Analyse.

00:09:03: Die Zahlen haben wir uns jetzt angeguckt.

00:09:04: Jetzt machen wir ein bisschen die Rechnung auf.

00:09:06: Was bedeutet das Ganze?

00:09:07: Wenn es denn so wäre am sechsten September?

00:09:10: Du hast im Mai ja schon gesagt du glaubst trotz der starken Werte der AfD nicht, dass die in einer eigenen Regierungsmehrheit bekommen.

00:09:17: Würdest du heute das immer noch so sagen?

00:09:35: Und das wird eben auch die ganz spannende Frage in den nächsten Wochen, wie mobilisieren einzelne Kräfte noch?

00:09:41: Die AfD hat in den vergangenen Monaten einen Wahlkampf bereits begonnen.

00:09:46: Von der Strategie von der Dramatik und der Dramatici, von der Inszenierung einer Warte nicht in den vielen Jahren wo ich Wahlkämpfe beobachte noch nie so erlebt habe.

00:09:57: ist das schon ausgereizt oder kommt da noch was drauf?

00:09:59: weil die Zahlen sind ja eben seit einem Jahr sehr stabil aber sie sind eben auch stabil gewachsen nicht nochmal.

00:10:05: Kommt auch stark drauf an, wie sich das bei den kleinen Parteien jetzt bewegt.

00:10:08: Also sollten einige nicht reinkommen?

00:10:10: Dann wachsen wir die Chancen für die AfD.

00:10:13: Ich frag dich erst mal kurz ab – wie siehst du es bei den Grünen?

00:10:15: Glaubst du so, die schaffen's?

00:10:16: Das ist ein Trend der eigentlich in den letzten Monaten sich vollzogen hat und ich glaube dass die Grünen auch weil der Bundestrend wieder besser weht als das eine ganze Zeit lang war Daher von den kleinen, die realistische Chance haben.

00:10:27: Die SPD zähle ich mal nicht zu den ganz Kleinen reinzukommen.

00:10:30: Oder brauche ich die SPD jetzt nicht abfragen?

00:10:32: Dann gehst du davon aus dass die reinkommen beim BSW.

00:10:34: Die liegen bei vier Prozent lagen auch bei uns in der Umfrage im Mai schon dort.

00:10:39: Glaubst so die Packens oder glaubst so dir... Komm nicht in den Landtag.

00:10:42: Ich glaube, die Partei hat ihren Zenit überschritten und zu dem auch kein Personal in Sachsen-Anhalt was in irgendeiner Weise eine Ausstrahlung hat.

00:10:49: Das sehe ich als sehr schwierig an.

00:10:50: FDP?

00:10:51: Der Kubiki Effekt der ist vielleicht im Bund so dass es mal an die fünf Prozent Hürde daran kommen kann.

00:10:56: das gibt ja einige Wahlumfragen auch her.

00:10:58: Das ist erfahrungsgemäß im Osten und damit auch an Sachsens Anhalt dann immer ein bis eins fünf Prozent Punkte schlechter.

00:11:03: und dass sie jetzt auch unter drei Prozent liegen deswegen sind Sie nicht ausgewiesen.

00:11:07: Ist ein Zeichen davon.

00:11:08: das halte ich für sehr schwer.

00:11:10: Auch wenn du es angedeutet hast, es gibt der Parteien diesen festgetuckert.

00:11:14: Es gibt Parteien da bewegt sich noch was.

00:11:16: wie aussagekräftig hältst du jetzt diese Umfragewerte fünf Wochen vor der Wahl?

00:11:20: Also ist das schon wirklich in einer Grundlage auf der man sagen kann okay also jetzt bereiten wir uns mal vor so könntest dann auch im September aussehen oder ist dann noch sehr viel Spiel?

00:11:29: Da ist noch Spiel.

00:11:30: Ich glaube, da ist nicht sehr viel Spiel und wir kennen es, wenn ich das in meiner Nutzung rufen darf, ... da hat sich dann einmal ganz viel gedreht.

00:11:38: Wenige Tage vorher sah es einen Einigen umfangen nach einem Kopf-on-Kopf-Rennen zwischen CDU und AfD aus und es ging dann auf... Das wären wir dieses Mal nicht erleben!

00:11:50: Warum nicht?

00:11:51: Weil es gibt einer Haseloff in diesem Amt nicht mehr.

00:11:54: Der hatte damals überragende Popularitätswerte, war überall bekannt.

00:11:57: Er hat muss man auch klar sagen als finde ich eine Learning aus den letzten Monaten und das wird am Wahlabend sicherlich auch eine Rolle spielen.

00:12:05: er hat zu spät losgelassen St.

00:12:07: Schulze hat nicht mehr die Chance sich so zu profilieren, kann deswegen nicht so ein Aufholjagd starten und dann gibt es eben keinen Rückenwind.

00:12:13: sondern inzwischen muss man sagen... Die letzten Tage haben sie auch gezeigt wirklich Gegenwind aus Berlin.

00:12:17: Auch das ist eine dramatische Situation für die CDU, sodass diese sich wahrscheinlich irgendwo in dem twenty-fünf Prozent Keto plus minus bewegen wird.

00:12:25: Und dann kommt es eben auf die Kleinen an und auf die AfD, ob sie doch noch mobilisieren kann.

00:12:30: Es gibt ja immer noch so auch bei Wahlkämpfen durchaus den Effekt dass Leute gerne auf der Siegerstraße mitmischen möchten.

00:12:35: das könnte man jetzt der AfD zusprechen aber eben auch in ihrer Radikalität Wie sie vorgeht, da helfen auch tolle Ausfahrten mit der Simson und ähnlichen glaube ich nur begrenzt.

00:12:47: Das zieht natürlich auch ein gewisses Klientel an aber ich glaube dass das Potenzial der AfD auch weitgehend ausgereizt ist.

00:12:53: Die letzte Frage die ich dir stellen will betrifft die CDU.

00:12:56: wenn du sagst die AfD wird es vermutlich nicht packen dann kommt ihr auf die CDU an irgendwie eine Regierungsmehrheit zu organisieren.

00:13:02: das würde jetzt aktuell nur gehen wenn CDU nicht mit der AfD zusammengehen möchte oder sich nicht tolerieren lassen möchte von der AfD Nur mit der Linkspartei eigentlich.

00:13:12: Das heißt, die CDU steckt weiterhin in diesem Dilemma entweder mit AfD oder Linken etwas machen zu müssen obwohl es eigentlich Kooperationsverbote mit beiden

00:13:20: gibt.

00:13:21: Ja man muss einfach sagen, die Partei steht am Ende von einer Zerreißprobe.

00:13:24: denn auch wenn diese Umfrage jetzt ergeben hat, wenn man da in die Zahlen tiefer reingeht das ist eine ganz klare Abgrenzung der CDU-Anhängerschaft gegenüber der AfD gibt daran glaube ich nur etwas über zehn Prozent dass es da eine Koalition gibt.

00:13:38: Gegenüber den Linken ist die Stimmung deutlich offener, das sind's vierundvierzig Prozent, die sich das vorstellen können über den CDU-Anhängern.

00:13:45: aber es sind auch einfünfzig Prozent die sich nicht vollstellen können.

00:13:49: Das ist wenn man so will die Mehrheit.

00:13:51: Da setzt also weil am Ende wenn es für die AfD nicht reicht wird es auf eine Konstellation hinauslaufen einer Atminderheitsregierung tippe ich mal In der ist ein Schulze mit sehr viel Fingerspitzengefühl, mit seiner Partei genauso wie mit den anderen politischen Kräften agieren muss um handlungsfähige Regierung für die nächsten fünf Jahre zu bilden.

00:14:12: Das wird Zeit in Anspruch nehmen das wird in Anspruch nehmen über manches Stöckchen zu springen und es wird auch darum gehen dass man dabei immer noch die Glaubwürdigkeit behält.

00:14:22: Ich bin echt froh dass wir Journalisten sind uns das beobachten müssen.

00:14:26: Fünf Wochen sind es noch bis zur Wahl, so lange beobachten wir und darüber hinaus natürlich auch was dann passiert bei etwaigen Gesprächen über Koalition oder Minderheitsregierung.

00:14:34: Erst mal vielen Dank für heute für deine Analyse!

00:14:38: Das war zwei Komma eins Millionen.

00:14:40: Danke fürs Zuhören, wir sind der Politik Podcast von einem Z- und Volksstimme im Wahljahr in Sachsanhalt.

00:14:45: Hier bekommt ihr die wichtigsten Informationen rund um diese so wichtige Landtagswahl.

00:14:50: Wenn euch der Podcast gefällt dann abonniert uns oder empfehlt uns weiter an Menschen denen Politik in Sachs Anhalt genauso

00:14:55: am Herzen

00:14:56: liegt wie uns Oder schreibt uns eine E-Mail an podcast at volksstimme.de Oder hinterlasst uns einen Kommentar bei Spotify Apple oder YouTube.

00:15:05: Wir lesen alles.

00:15:06: Das Team hinter dem Podcast, die vier Gastgeber sind Max Hunger, Lena Bellon, Elisar Schulz und ich Jan Schumann.

00:15:14: Redaktion Frank Gurgules, Mitarbeiter Frank Krause, Telgerlof Anaholski, Grafik Tobias Böttner.

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